Iserlohn. (hc) Gleich mehrere Großprojekte gehen die Iserlohner Stadtwerke in den kommenden Wochen und Monaten an. Vor allem die Versorgung durch Fernwärme steht dabei im Fokus.

Die Fernwärme wird im Müllheizkraftwerk in der Iserlohner Heide produziert und dann an die Haushalte weitergegeben. Damit das auch in Zukunft zuverlässig und sicher geschehen kann, tauscht der Heimatversorger an der Baarstraße zwischen Baumarkt und Kreisverkehr rund 250 Meter Leitungen aus. Die alten Rohre sind mittlerweile 50 Jahre alt und werden durch moderne Kunststoffmodelle ersetzt. Diese melden zum Beispiel eigenständig – dank eingebauter Sensoren –, wenn es Leckagen gibt.

Verkehrstechnisch müssen sich die Autofahrer vornehmlich in den Osterferien auf Verzögerung einstellen. Da zu dieser Zeit traditionell etwas weniger Verkehr über die Iserlohner Straßen rollt, soll in dieser Zeit vor allem im Bereich des Kreisverkehrs gearbeitet werden. Vollständig abgeschlossen sein wird die Baumaßnahme laut Plan im September. Ob die neuen Leitungen funktionieren, wird am ersten Augustwochenende getestet.

Das ist seit Jahren der feste Überprüfungstermin für die Stadtwerke, an dem die Fernwärme ausgestellt wird und deshalb kleine Korrekturen vorgenommen werden können.

Auch in der City

Außerdem ist der Heimatversorger in der Stadt aktiv. Vom Brunnen auf dem Schillerplatz bis hin zur Stahlschmiede wird ebenfalls alles erneuert, während in der Friedrichsstraße neue Leitungen gelegt werden – ebenfalls für Fernwärme.

„Fernwärme ist ein toller Ener­gieträger“, erklärt Jürgen Richters, Bereichsleiter Technischer Service bei den Stadtwerken. Er meint damit vor allem die gute Öko-Bilanz.

Die „Buddelei“ hat bereits zum Start in diese Woche begonnen, quasi mit den fast frühlingshaften Temperaturen. Tagtäglich kann man den Baufortschritt beobachten, was auch ein Lob von Richters einbringt. „Das ist eine richtige tolle Truppe, die sehr schnell arbeitet.“ Für manchen Bürger aber nicht schnell genug.

Beschwerden, nicht bis vor die dort ansässige Wäscherei mit dem Auto fahren zu können, nehmen die Leute von den Stadtwerken zwar ernst, doch ohne Einschränkungen geht es nun mal nicht. „Wir versuchen, die Arbeiten in dieser Straße so schnell wie möglich auszuführen“, verspricht er und hofft darauf, in absehbarer Zeit die Straße wieder freigeben zu können.