Iserlohn. Fast acht Monate nach seiner Verletzung ging der Iserlohner Motocrossfahrer Jan Deitenbach wieder an den Start eines Supermoto-Rennens. Zum Comeback und Saisonauftakt stand gleich der S1GP von Italien als erster Lauf zur Europameisterschaft auf dem Programm. Mit Rang 11 gelang dem Iserlohner Suzuki-Piloten ein hervorragender Einstand.

Mit der Rückkehr gleich auf die internationale Bühne hatte sich Deitenbach wahrlich keinen leichten Auftakt ausgesucht. Die Europameisterschaft ist 2018 weltweit die höchste Serie im Supermoto. Große Teams und Profi-Piloten streiten hier um den Titel, über 40 Fahrer kämpften schon im Training um die 32 Startplätze für die Rennläufe.

Gerade einmal drei Testtage konnte sich Jan Deitenbach im Winter an sein brandneues Motorrad gewöhnen. Ziemlich nervös startete er in die erste Trainingssitzung auf der Strecke südlich von Mailand. Doch schnell wurde klar, dass der Waldstädter den Anschluss an die Elite des Sports nicht verloren hat. Im Zeittraining sicherte er sich mit Platz 16 den direkten Einzug in die Rennläufe. Damit war das erste große Ziel geschafft, denn mehr als die Hälfte der Piloten mussten in den Hoffnungslauf. „Ich habe eigentlich noch zu viele Fehler gemacht, mir fehlt einfach noch die Fahrpraxis, aber Hauptsache qualifiziert“ , lautete Deitenbachs Fazit nach der gelungenen Qualifikation.

Beim ersten Rennen erwischte er einen guten Start, doch in der ersten Runde war er noch etwas zu vorsichtig, so dass Deitenbach wieder einige Plätze verlor. In einem spannenden Rennen kämpfte er in einer großen Gruppe, aber am Ende blieb es bei Platz 16. „Schade, in der letzten Runde habe ich noch angegriffen, aber einen Fehler gemacht und so sogar einen Platz verloren. Aber jetzt weiß ich, dass die Kraft und Kondition auch für das Rennen reicht.“

Für den zweiten Lauf nahm er sich deshalb etwas mehr vor und setzte das auch gleich vom Start weg um. Bis Platz elf führte es im Rennen nach vorne, bei der Konkurrenz ein respektables Ergebnis. „Ich bin total happy, das war ein gutes Comeback nach der längsten Pause in meine Karriere. Das harte Konditionstraining über den Winter hat sich gelohnt“, so Deitenbach vor der Heimreise.

(Foto: supermotopics)