„Tag des Notrufs“ der Feuerwehr Iserlohn: Eine Bilanz

Verkehrsunfall Seiler See am Montag, 11. Februar. (Foto: Polizei Iserlohn)

Iserlohn. Der „Tag des Europäischen Notrufs“ am Montag, 11. Februar, war für die Feuerwehr Iserlohn mit vielen Einsätzen verbunden. Besonders die Kolleginnen und Kollegen im Rettungsdienst konnten sich in der 24-Stundenschicht kaum eine Ruhephase gönnen. Sage und schreibe 60 Einsätze mussten durch die Rettungswagen (RTW), Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) und Krankentransportwagen (KTW) gefahren werden.

Dieses Einsatzaufkommen kann die Feuerwehr Iserlohn nicht selbst bewältigen. Daher werden in solchen Fällen auswärtige Rettungskräfte zu Hilfe gerufen. So halfen Rettungsdienste aus Hemer, Menden, Altena und Hagen in Iserlohn aus. Besonders der Brand an der Bieler Straße mit Verletzten und zu betreuenden Personen forderte auch den Rettungsdienst. Im Bedarfsfall helfen Iserlohner Rettungskräfte natürlich auch in anderen Städten aus.

Weitere Einsätze gab es für die Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr im Bereich des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung.

Um 9.26 Uhr musste das Tanklöschfahrzeug (TLF) der Berufsfeuerwehr (BF) zur Lechschotte. Da am frühen Morgen bereits alle RTW der Feuerwehr Iserlohn im Einsatz waren, musste das TLF als sogenannter „First Resonder“ die Erstversorgung übernehmen, um den Patienten dann dem auswärtigen RTW zu übergeben.

Um 9.40 Uhr rückten das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) und der Gerätewagen Öl (GW-Öl) der BF zur Rathausstraße aus. Nach einem Verkehrsunfall liefen dort größere Mengen Öl und Betriebsstoffe aus. Das auslaufende Öl wurde mit Bindemittel abgestreut. Zur weiteren Reinigung der Fahrbahn wurde ein Fachunternehmen bestellt.

Um 10.21 Uhr rückte das HLF zum Seilersee aus. Ein Baum drohte nach Aussage eines Anrufers auf einen Gehweg zu stürzen. Hier übernahmen die Kollegen der Stadtbetriebe Iserlohn / Hemer die Einsatzstelle.

Um 10.46 Uhr gab die Brandmeldeanlage des Berufskollegs an der Hansaallee in der Einsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Iserlohn Alarm. Bei Eintreffen des Löschzugs (LZ) der BF und der Löschgruppe (LG) Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr (FF) wurde ein eingeschlagener Druckknopfmelder als Auslösegrund erkundet. Hierbei handelte es sich um eine böswillige Alarmierung der Feuerwehr und diese wird strafrechtlich auch verfolgt.

Um 14.08 Uhr wurden der Rüstzug (RZ) der BF, der Rettungsdienst und die Löschgruppen Bremke / Iserlohner Heide der FF zur Seilerseestraße alarmiert. Gemeldet wurde ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person und mehreren Verletzten. Die eingeklemmte Person bestätigte sich nicht. Allerdings mussten zwei verletzte Personen durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert werden. Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle ab.

Um 16.41 Uhr rückten die Einsatzkräfte zur Bieler Straße aus. Hier brannte im vierten Obergeschoss eine Wohnung. Im Einsatz waren der LZ der BF, der Rettungsdienst, auch mit auswärtiger Hilfe, die Löschgruppen Bremke / Iserlohner Heide, Obergrüne, Untergrüne der FF und die zweite Drehleiter der Feuerwehr Iserlohn, die bei der LG Letmathe stationiert ist. Die Feuerwache an der Dortmunder Straße wurde in dieser Zeit, für mögliche weitere Einsätze, durch die Löschgruppen Letmathe und Stübbeken, sowie der Sondereinheit Funk (SE-Funk) der FF besetzt.

Um 21.31 Uhr rückten das HLF, das TLF, ein RTW und das NEF auf die BAB 46 zur Anschlussstelle Letmathe in Fahrtrichtung Hemer aus. In einem Fahrzeug saß eine Person, die gesundheitliche Probleme hatte. Die Beamten sicherten mit den Großfahrzeugen die Einsatzstelle ab, damit die Kolleginnen und Kollegen des Rettungsdienstes den Patienten sicher und adäquat versorgen konnten. Anschließend wurde der Patient in ein Krankenhaus transportiert. Das Fahrzeug des Patienten wurde von den Einsatzkräften abseits der Autobahn abgestellt.

Um 22.27 Uhr rückten das HLF, ein RTW und das NEF auf Anforderung der Polizei zu einer Notfall-Türöffnung an der Gennaer Straße aus. „Eine Person hinter der verschlossenen Wohnungstür in hilfloser Lage“ war die Meldung.

Um 0.40 Uhr rückten zur Kontrolle eines gelöschten Feuers das HLF und ein RTW zur Straße Im Hasenwinkel aus. Laut Anrufer hatte auf dem Elektroherd ein Plastikteil gebrannt. Die Wohnung wurde gelüftet. Eine Person musste mit einer leichten Rauchgasvergiftung mit dem RTW in ein Krankenhaus transportiert werden.

Der Rettungsdienst rückte nach 0 Uhr nochmals sechs Mal aus.

Zwischen den Einsätzen ist natürlich auch keine große Pause. Die Gerätschaften und Fahrzeuge müssen nach jedem Einsatz, besonders nach größeren Einsätzen wie dem Wohnungsbrand an der Bieler Straße, schnell wieder aufgefüllt und einsatzbereit gemacht werden.

Bei der obigen Aufzählung sind natürlich auch, gerade am Tag des Notrufs, die Kolleginnen und Kollegen der Einsatzzentralen und Leitstellen nicht zu vergessen. Sie sind es, die den Notruf 112 entgegen nehmen und die entsprechenden Rettungsmittel, sei es des Rettungsdienstes oder des Brandschutzes, entsprechend der Notfallart alarmieren. Sie sind es auch, die die Einsatzkräfte vor Ort durch Koordinierungen, Nachalarmierungen und Weitergabe von wichtigen Informationen unterstützen.

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