Tonerkartuschen für Mukoviszidose-Forschung

Sascha Moritz (v.r.) und seine Frau Stefanie (h.l.) wollen gemeinsam mit ihrem an Mukoviszidose erkrankten Sohn Leonard über die unheilbare Krankheit aufklären und Spendengelder für die Forschung sammeln. (Foto: Stadt Hemer)

Hemer. Seit wenigen Tagen sammelt das Umweltamt der Stadt Hemer in Kooperation mit der Firma Lobbe Entsorgung leere Tinten- und Tonerkartuschen aus Druckern, Kopierern und Faxgeräten zur fachgerechten Wiederverwertung für einen guten Zweck auf dem städtischen Bringhof an der Englandstraße.

Sascha Moritz und seine Ehefrau Stefanie aus Hemer waren mit der Idee an die Stadt Hemer herangetreten, denn ihr siebenjähriger Sohn Leonard leidet an Mukoviszidose. Bei der Mukoviszidose – auch cystische Fibrose (CF) genannt – handelt es sich um eine durch einen Gendefekt hervorgerufene, bis heute unheilbare Stoffwechselerkrankung, von der in Deutschland etwa 8.000 Personen betroffen sind und mit der jedes Jahr rund 200 Kinder auf die Welt kommen.

„Wenn die Krankheit rechtzeitig und gut behandelt wird, kann ein Patient durchaus 60 bis 70 Jahre alt werden“, weiß Sascha Moritz. Dazu müsse die Krankheit aber früh diagnostiziert werden, ähnlich wie bei Leonard. „Wir haben es in der 32. Schwangerschaftswoche erfahren.“ Seit seiner Geburt fährt die Familie mindestens einmal wöchentlich in eine Spezialkinderklinik nach Bochum und muss zusätzlich daheim regelmäßig physiotherapeutische Übungen mit Leonard machen. „Wir wollen aufklären“, lautet die Motivation der Moritz’, „und vor allem Mittel für die Forschung sammeln, damit Langzeitpatienten so normal wie eben möglich leben können.“ Daher fließen alle Einnahmen aus dieser Aktion in die Kasse des Vereins Mukoviszidose.