Und wieder werden keine Schützen gegrillt

Kinderbeauftragte Petra Lamberts mit den Organisatoren und Mitwirkenden des 2. Caller Maifests. Am 13. Mai wird auf dem Parkplatz von Alles Frische Nowak und Toom-Baumarkt mächtig gefeiert. (Foto: A. Schneider)

Iserlohn. (as) Das Caller Maifest geht in die zweite Runde. Und zwar viel größer und noch viel attraktiver. Am Freitag, 13. Mai 2011, ab 17 Uhr darf auf gut einem Drittel des gemeinsamen Parkplatzes vom Marktkauf „Alles Frische“ Nowak und dem Toom-Baumarkt an der Osemundstraße geschlemmt, gefeiert und gewonnen werden.

Am Anfang stand die Überlegung, etwas für Kinder in Iserlohn zu tun, denen es nicht so gut geht. Die Aktion Wunschbaum wollten Toom-Marktleiter Manfred Eylander und „Alles Frische“-Chef Paul Nowak im vergangenen Jahr unterstützen. Und zwar am besten mit einem Fest. Mit Grillwurst, Getränken und allem, was sonst noch dazu gehört. Aber weil sie kaum selbst permanent hinter der Theke stehen konnten, suchten die beiden Initiatoren im Vorjahr bei ein paar Fest-Profis Unterstützung. „Hätten Sie mal ein paar Schützen zum Grillen?“ erkundigte sich Paul Nowak bei IBSV-Urgestein Horst Fiesel. Der soll, so die Überlieferung, keck gefragt haben: „Hätten Sie uns lieber durch oder medium?“ Man merkte sofort: Die Herren verstanden sich – und sie verstehen sich noch immer.

Tombola lockt mit tollen Preisen

Denn in diesem Jahr hat das Trio neben der Iserlohner Brauerei und dem IBSV-Spielmannszug als mittlerweile Stammbesetzung noch eine ganze Reihe Mitveranstalter ins Boot geholt. Und damit auch weitere Attraktionen: Eine Tombola mit hochwertigen Preisen beispielsweise. Erik Lallensack sagte für das Haus Möbeltrends bereits zu, die erstmals beim Caller Maifest geplante Tombola zu unterstützen. Hans-Joachim Spathmann von Trinkgut wird die Feier mit alkoholfreien Getränken unterstützen. Die sollen zu Minipreisen verkauft werden. Marc Stolzenberg von der gleichnamigen Druckerei hat sich auf die Werbung verlegt, will aber auch die Tombola bereichern.

Olaf Damborn sagte bereits ein Platzkonzert der Iserlohner Stadtmusikanten zu. Gehör verschaffen will sich auch in diesem Jahr wieder der IBSV-Spielmannszug von Volker Halfmann.

Frischgezapftes kommt natürlich wieder aus dem Grüner Tal. Wer weiß? Vielleicht lässt Brauerei-Vertriebsmanager Markus Michaelis auch das Maibock verkosten. Toom-Marktleiter Manfred Eylander sorgt für die Technik und hat auch schon ein paar Tombola-Gewinne bereitgestellt. Paul Nowak will ebenfalls Gutes zur Tombola beisteuern. Ansonsten sind er und sein Team aber eher für das leibliche Wohl beim Caller Maifest zuständig. Und der IBSV-Stab um Horst Fiesel und den stellvertretenden IBSV-Vorsitzenden Georg Fischer zapft, verkauft Lose und – grillt. „Natürlich auch diesmal wieder keine Schützen“, betont Fiesel augenzwinkernd.

Der 13. Mai wird zum Glückstag

Dem Fest steht also nichts mehr im Wege. Auch nicht das Datum. „Wir sind doch nicht abergläubisch“, heißt es einmütig. „Freitag, der 13. Mai, ist unser Glückstag.“ So wie Petra Lamberts strahlt, versteht die Kinderbeauftragte der Stadt Iserlohn das Maifest-Datum auch als ganz persönlichen Glückstag. Denn die Organisatoren haben bereits jetzt beschlossen, dass der gesamte Erlös des Festes für das Kinderweihnachtsdorf verwendet werden soll. Eine Woche in der Vorweihnachtszeit, und zwar ab dem 12. Dezember, möchte Petra Lamberts in diesem Jahr wieder alle Kinder ins Weihnachtsdorf in der Innenstadt einladen. Dort dürfen sie basteln, Geschichten anhören und erzählen, Plätzchen backen und vieles über Weihnachten oder multikulturell über den Winter erfahren.

Damit der Teig nicht wieder friert

Im vergangenen Jahr musste das Kinderweihnachtsdorf allerdings ausfallen. Die Organisatoren hatten schlechte Erfahrungen mit Minustemperaturen gemacht. In den Jurten, also den Zelten, den Weihnachtsdorfs hatten die Kinder im Jahr 2009 mächtig gefroren. „Es war so kalt, dass unserem Weihnachtsbäcker sogar der Plätzchenteig eingefroren ist“, erzählt Petra Lamberts. Deshalb wird nun nach einer neuen Konzeption gesucht, bei der Wind und Minustemperaturen den Kindern nicht so viel anhaben können. „Beheizte Zelte vielleicht“, überlegt die Kinderbeauftragte. „Oder wie wär’s mit einem Kinderweihnachtsdorf in der Marktpassage?“ kommt der Vorschlag aus der Organisatorenrunde.

Vieles ist möglich. Und mit dem Erlös aus dem anstehenden Caller Maifest ist die Kinderbeauftragte dem Ziel, das Weihnachtsdorf wieder ins Leben zu rufen, ein großes Stück näher gerückt. Was sagte Klaus Nowak? „Wir sind doch einfach nur ein paar Iserlohner Händler und Dienstleister, die beschlossen haben, in Iserlohn etwas Gutes tun zu wollen.“ Von solchen Initiativen wünscht man sich gerne mehr.