USA-Premiere für die beiden Dahmen-Brüder

Iserlohn. „Die Idee ist uns ziemlich spontan beim
gemeinsamen Essen gekommen“, erinnert sich Joshua Dahmen noch genau, „als wir
Deion erzählt haben, dass wir noch nie in den USA gewesen sind, meinte er, als
sei es das Selbstverständlichste der Welt: ,Dann kommt doch einfach mal
vorbei‘.“ Und da sich zwischen den beiden Dahmen-Brüdern und dem
Kangaroos-Center Deion Giddens auch außerhalb des Basketballfeldes eine enge
Freundschaft entwickelt hat, wurden die Pläne schnell konkreter. „In den
nächsten Tagen haben wir uns dann nach günstigen Flügen in die USA umgeschaut
und wurden schnell auch fündig.“ Und so ging es knapp vier Wochen später, am 21.
Mai, vom Flughafen Düsseldorf aus für Joshua und Ruben erstmals über „den großen
Teich“ in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Hauptquartier bei Giddens-Familie
Dort diente wie verabredet das Haus der Familie Giddens in Phoenix als erste
Anlaufstation. „Deions Familie hat uns sofort total herzlich aufgenommen. Ein
weiterer Vorteil war, dass wir uns fortan um überhaupt nichts mehr kümmern
mussten und wir die besten Touristenführer hatten, die man sich vorstellen kann
– eben echte Insider“, schmunzelt Ruben Dahmen noch heute. Die nächsten drei
Tage waren zunächst geprägt von verschiedenen sportlichen Aktivitäten von Golfen
über Schießen bis zum Besuch eines Indoor-Trampolin-Parks. Nicht fehlen durfte
ein Besuch der dortigen Air-Force-Base, der Arbeitsstätte von Deions Vater.
„Kulinarische“ Höhepunkte
„Kulinarisch“ wurde das Iserlohner Brüderpaar ebenfalls gleich mit einem
weiteren typisch amerikanischen Phänomen bekannt gemacht. „Ich glaube, wir haben
uns durch sämtliche Fastfood-Ketten von Burger King über Taco Bell bis zu Five
Guys gefuttert“, lacht Joshua Dahmen.
Doppeltes Doppelpack
Nach der ersten Eingewöhnung komplettierte dann Deions Zwillingsbruder Justin
das „doppelte Doppelpack“. „Mein Bruder hatte sich extra ein paar Tage frei
genommen, um uns mit seinem Auto zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten in der
weiteren Umgebung von Phoenix zu chauffieren“, erzählt Deion Giddens. Erste
Station des sportlichen Quartetts war die Glücksspielmetropole Las Vegas, wo das
legendäre Excalibur-Hotel als Quartier diente. Neben einem Live-Auftritt des
berühmten DJ Steve Aoki und der einen oder anderen „Pool-Party“ gehörte Zocken
in der amerikanischen Hauptstadt von Roulette, Black Jack und „Einarmigen
Banditen“ einfach dazu. Und? Wie hoch war der Verlust? „Ganz im Gegenteil“,
schmunzelt da Joshua Dahmen, „wir haben am Ende alle einen kleinen Gewinn mit
nach Hause gebracht.“ Doch auch die Schattenseiten Las Vegas bekamen die
Kangaroos-Spieler live mit. „Ich war im ersten Moment richtig geschockt, als ich
erkannte, dass die ganzen Erzählungen von Amerikanern, die Tag und Nacht in
scheinbar unendlichen Reihen der Glücksspielsucht verfallen, monoton vor den
Slot-Maschinen sitzen, zu 100 Prozent der Realität entsprechen“, so Joshua
Dahmen.
L.A. – Trip
Nächste Station des touristischen Kurztrips war die Westküsten-Metropole Los
Angeles, wo die vier zunächst dem riesigen Achterbahn-Park „Six Flags“ einen
Besuch abstatteten. „Da wir uns dafür ausgerechnet das Memorial-Day-Weekend
ausgesucht hatten, war der Besucherandrang enorm“, erinnert sich Ruben Dahmen,
„Menschenschlangen mit einer Wartezeit bis zu drei Stunden waren keine
Seltenheit bei den spektakulärsten Bahnen.“ Die Lösung brachte für das Quartett
der Erwerb eines sogenannten „Flash-Passes“, durch den man an den Menschenmassen
vorbei zu einem separaten VIP-Eingang geschleust wurde. „Damit haben wir nie
länger als fünf Minuten warten müssen und haben alle großen Attraktionen des
Parks an einem Tag geschafft“, grinst Joshua, „gleichzeitig haben wir aber den
eiskalten Neid der Wartenden im Nacken gespürt.“
Doch natürlich hat L.A. weit mehr als Achterbahn-Parks zu bieten. Besonders
angetan waren Joshua und Ruben Dahmen von dem unvergleichlichen Lebensgefühl des
berühmten Venice Beach und dem Stadtteil Santa Monica. „Da könnte ich mir
durchaus noch mal einen längeren Aufenthalt vorstellen“, blickt Ruben schon ein
bisschen voraus in die Zukunft. Ein besonderes Erlebnis beim amerikanischen
Premieren-Trip des Iserlohner Brüderpaares war der Besuch von „Jojo“, einem
Freund von Deion Giddens aus gemeinsamen Collegezeiten. Dessen großzügiges
Anwesen im bekannten Beverly Hills beinhaltete nicht nur einen großen Pool,
sondern auch einen privaten Basketballplatz.
Abseits des Basketball-Courts
Zurück in Phoenix stand dann zum Abschluss noch eine Live-Baseballpartie der
Phoenix Diamondbacks auf dem Programm, bevor es endgültig zurück über den
Atlantik ging.
Und was hat den bleibendsten Eindruck hinterlassen? „Ganz gewiss die
Dimensionen des Landes“, erinnert sich Joshua Dahmen, „das fing bei den
Essensportionen an und hörte erst bei den Entfernungen zwischen den Städten auf.
Bei unserer Reise war es keine Seltenheit, dass wir zwischen zwei Städten mal
eben für vier Stunden durch wüstenhaftes Nichts gefahren sind.“
Positives Fazit
Das Fazit der Dahmen-Brüder fällt dann auch unisono positiv aus. „Wir haben
uns mit Deion, seinem Bruder Justin und seinen Eltern wirklich super verstanden
und wollen uns deshalb nochmals für die herzliche Aufnahme und Gastfreundschaft
bedanken.“ Und eines sei jetzt schon sicher. „Das war nicht unser letzter
gemeinsamer USA-Urlaub.“ Doch zunächst einmal kommt es im Oktober zu
vertauschten Rollen. „Dann besucht mich meine Familie hier in Iserlohn“, freut
sich Deion Giddens bereits auf Joshua und Ruben als Touristenführer in „good old
Germany“.