„Vereinsbusse“ von der Bürgerstiftung

Die Geburtstagstorte ließen sie sich schon einmal schmecken, die Vertreter der Bürgerstiftung, vergangener und aktueller Sparkassen-Vorstände. Nun möchten sie acht Vereinen oder Institutionen aus Iserlohn eine Freude machen. Als „Geburtstagsgeschenk“ spendet die Bürgerstiftung der Sparkasse achtmal 15.000 Euro für ein Fahrzeug. (Foto: A. Schneider)

Iserlohn. (Red./as) Gemeinhin freuen sich Jubilare über Geschenke, kleine oder größere Aufmerksamkeiten. Doch wenn das Geburtstagskind „Bürgerstiftung der Sparkasse Iserlohn“ heißt, scheint diese Regel ausgehebelt zu werden. 15 Jahre alt wird die Bürgerstiftung. Anlässlich dieses Jubiläums möchte sie die Iserlohner beschenken. Nicht alle und nicht jeden. Die Jubiläumsgeschenke gehen an die, die die Ärmel hochkrempeln und anderen eine Perspektive geben. Acht Vereine oder Institutionen aus Iserlohn sollen eine Spende in Höhe von jeweils 15.000 Euro zur Anschaffung eines Fahrzeugs bekommen.

Wer wird beschenkt? Die Entscheidung wird noch fallen. Zunächst gilt es, sich zu bewerben. Anträge stellen können gemeinnützige Sportvereine, die eine intensive Jugendarbeit betreiben und beispielsweise zur regelmäßigen Beförderung der Kinder ein Fahrzeug benötigen, oder aber Einrichtungen, die sich der Alten- und Behindertenhilfe widmen und das Fahrzeug zum Transport von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen einsetzen. Anträge können bis zum 10. Dezember 2010 gestellt werden.

Informationen zum „Geburtstagsgeschenk“ der Stiftung – inklusive der Teilnahmebedingungen und des Antragsformulars – gibt es ab sofort im Internetauftritt der Sparkasse Iserlohn (www.sparkasse-iserlohn.de). Für weitergehende Auskünfte steht der Stiftungsvorstand gern bereit. Ansprechpartnerin ist Ingeborg Woywod, Direktorin Vorstandssekretariat/ PR, telefonisch unter der Iserlohner Rufnummer 216-384 oder per Mail unter der Adresse iwoywod@sparkasse-iserlohn.de.

Bürgerstiftung: Die Idee ist schon älter

Ein Jubiläum ist immer auch Anlass für einen Blick zurück. 1995 erhielt die Stiftung ihre offizielle Anerkennung durch die Bezirksregierung. Die Entscheidung, eine Bürgerstiftung zu gründen, ist ist allerdings schon älter als 15 Jahre. Bereits 1994 wurden die entsprechenden Beschlüsse gefasst und Anträge gestellt. 1995 war es dann aber so weit: Die Stiftung erhielt ihre offizielle Stiftungsurkunde und konnte ihre Arbeit aufnehmen.

Der damalige Vorstand der Sparkasse Iserlohn, bestehend aus den Sparkassendirektoren Manfred Muck, Theodor Asmacher und Herbert Pantring, bewies Pioniergeist, indem er das damals noch recht neue Feld der Stiftungsarbeit entdeckte und erschloss. Der Verwaltungsrat unterstützte das Vorhaben. Mit Alt-Bürgermeister Fritz Fischer und dem damaligen Stadtdirektor und späteren Bürgermeister Klaus Müller wirkten in Kuratorium und Vorstand der Stiftung von Beginn an stets die „ersten Bürger Iserlohns“ mit. Nach und nach stattete das heimische Kreditinstitut das zarte Pflänzchen „Stiftung“ mit dem erforderlichen Kapital aus. Bereits 1996 konnte die Stiftung die ersten Ausschüttungen aus den Kapitalerträgen vornehmen.

Die kontinuierliche Aufstockung der Mittel hat auch der heutige Vorstand der Sparkasse, bestehend aus den Sparkassendirektoren Dr. Christoph Krämer, Manfred Schäfer und Thomas Nagel, nie aus den Augen verloren. Sollte die Stiftung zunächst mit einem Kapital von 3 Mio. DM arbeiten, so verfügt sie heute bereits über einen stolzen Kapitalstock von rund 2,4 Mio. Euro. Neben der Sparkasse haben auch einige Bürger Iserlohns Mittel als Zustiftung eingebracht.

Über eine Million an Zuwendungen

Seit Beginn der Stiftungstätigkeit hat das Kuratorium in insgesamt 113 Fällen Spenden ausgelegt. Der Stiftungszweck ist absichtlich recht breit gefasst, um möglichst viele Vereine und Institutionen teilhaben lassen zu können. Insgesamt wurden bislang etwa 1.068.000 Euro an Zuwendungen zugesagt.

Neben der Beratung über Anträge aus der heimischen Vereinswelt hat die Stiftung im Laufe der Jahre mit der Kreation des Iserlohner Kunstpreises auch eine eigene Initiative verfolgt, die sich im kommenden Jahr fortsetzen wird. Und auch der Internationale Gitarrenwettbewerb, der alle zwei Jahre im Vorfeld des Gitarrensymposiums ausgetragen wird, wird von der Bürgerstiftung regelmäßig mit Preisgeldern ausgestattet. Ansonsten steht der Aspekt Vielfalt im Vordergrund. Vom Auf- und Ausbau von Vereinsheimen über die Gestaltung von Sportstätten bis zur Förderung der Jugendarbeit und zur Übernahme von Studienstipendien in vielen Institutionen reicht die Spendentätigkeit der Stiftung. Das Kuratorium bewilligt dabei bevorzugt Maßnahmen mit Nachhaltigkeitscharakter.

Nachhaltig ist auch das Geschenk anlässlich des 15. Geburtstages gedacht. Insgesamt 120.000 Euro für Fahrzeuge, die es jungen, alten und behinderten Menschen möglich machen, am Leben teilzunehmen.

Die Vertreter der Bürgerstiftung freuen sich auf viele aussagekräftige Anträge für die Geburtstagsaktion. Auch in Zukunft wird die Stiftung ihrem breit angelegten Stiftungszweck treu bleiben und damit viele gute Ideen aus den Iserlohner Vereinskreisen verwirklichen helfen.