VHS in Hemer startet durch: Ab in die 68er

Das neue Programm der VHS Menden-Hemer-Balve ist da.
Die 68er sind das Schwerpunktthema der VHS Menden-Hemer-Balve. Da hat sich auch das Team der VHS in ein entsprechendes Outfit geworfen. (Foto: VHS)

Hemer. Die VHS Menden-Hemer-Balve startet wieder durch. Die neuen Programmhefte der VHS liegen im Stadtgebiet und den Zweigstellen der VHS aus. Sehr poppig kommt das neue Titelbild daher: Ganz im Stil der 68er Jahre werden dort die Hippiebewegung und die Protestbewegung dargestellt.

Die 68er bilden auch den Schwerpunkt des neuen Semesters. Die Entwicklungen dieser Zeit haben bis heute viele Veränderungen in der Gesellschaft hervorgerufen. Frauenrechte, Basisdemokratie und Bürgerbeteiligung sind einige der Errungenschaften, die unsere Gesellschaft auch heute noch prägen. 50 Jahre sind seitdem vergangen und mit dem Semesterprogramm wirft die VHS einen Blick zurück: Im Seminar „Studium Generale“ werden unterschiedliche Aspekte aufgegriffen – Frauenrechtsbewegung, antiautoritäre Erziehung, „Kommune I“ und die 68er in Westfalen sind Schwerpunkte, die von angesehenen Fachreferenten mit den Teilnehmenden diskutiert werden.

Auch in einem philosophischen Seminar stehen die 68er im Mittelpunkt. Dort werden die „Kritische Theorie“, Existenzialismus und Poststrukturalismus als neue Bewegungen beleuchtet. Ein besonderes Bonbon ist das Seminar „Zwischen ‚Easy Rider‘ und Heintje“. Dort werden multimedial Beispiele aus Film und Musik präsentiert, die diese Zeit von Beat bis hin zu Wood­stock-Rock geprägt haben. Seminare zu Retro-Food und Batiken runden das Programm ab. Als besonderes Highlight konnte gemeinsam mit der Buchhandlung Daub Dr. Wolfgang Kraushaar, einer der bekanntesten Historiker der 68er Jahre, gewonnen werden. Er wird in Menden über die Bewegung, über entstandene Mythen und über den Stellenwert bis heute sprechen.

Der Standort Hemer wird in den kommenden Semestern weiter gestärkt. So hat die VHS nicht nur viele attraktive Kurse nach Hemer verlegt, sondern ist bestrebt, auch das Gebäude in der Öffentlichkeit besser zu vermarkten. Nur wenige Menschen können auf Anhieb sagen, wo sich die VHS befindet, der Weg dorthin ist weiterhin nicht beschildert und auch am Gebäude weisen nur kleine Schilder auf dessen spannenden Inhalt hin. Die VHS hat nun in Absprache mit der Verwaltung einen Architekten beauftragt. Der wird Vorschläge unterbreiten, das Gebäude so zu verändern, dass das Kulturquartier auch nach außen sichtbar wird. Dies soll mit dem Rat und den anderen Mietern diskutiert und zeitnah umgesetzt werden. Weiterhin bestehen Planungen, der VHS mehr Räume zur Verfügung zu stellen, um noch mehr interessante Seminare in Hemer umsetzen zu können.

Spannend sind die Kurse aber auch schon jetzt. Insgesamt 32 neue Angebote von insgesamt weit über 100 Kursen warten in Hemer darauf, entdeckt zu werden. Mit dabei sind neue Sprachkurse, neue Workshops im Bereich der Kreativität und natürlich wieder viele neue Kochkurse. Besonders der Kurs „Liebesgrüße vom Herd“ ist ein Renner: Männer kochen und im Anschluss daran genießen deren Frauen das liebevoll zubereitete Essen. Aufgrund der hohen Resonanz werden hier direkt zwei Kurse angeboten. Im Gesundheitsbereich gibt es zusätzliche spannende Workshops, wie Kapow oder Salsation, Nidra Yoga oder einen vorweihnachtlichen Entspannungskurs. Aber nicht nur für Erwachsene gibt es ein reichhaltiges Angebot, auch Kinder kommen voll auf ihre Kosten. Neu dabei ist unter anderem ein Acrylmal-Workshop und eine Tontechnik-Workshop. Dort erlernen Kinder und Jugendliche nicht nur, wie man den ultimativen Sound mischt, sondern man schaut auch beim Abmischen eines Livekonzerts den Tontechnikern über die Schulter.

Alle Seminare finden sich auch auf www.vhs-mhb.de. Buchungen können dort ebenfalls vorgenommen werden. Die Hemeraner Zweigstelle und die Hotline beraten unter 02372 / 9139-100 oder 02373 / 94713-0 zu den Veranstaltungen und nehmen auch Anmeldungen entgegen.