Viele Fallstricke im Internet

Iserlohn. (th) Klickfallen beim Onlineshopping, verbotene Werbeanrufe per Telefon, undurchsichtige Rechnungen von Drittanbietern beim Bezahlen mit dem Handy – solche Fälle haben das Jahr 2015 bei der Verbraucherzentrale Iserlohn bestimmt, jedenfalls in Puncto Verbraucherberatung. Energie- und Umweltberatung stellten wiederum ganz eigene Baustellen dar.

Thema Datenschutz

Fast 6700 Ratsuchende wandten sich im Jahr 2015 an die Verbraucherzentrale in Iserlohn. Oft ging es dabei um die beschriebenen Fallstricke der digitalen Welt. Deshalb nimmt die Verbraucherzentrale an einem Pilot-Projekt zum Thema Datenschutz teil. In der Beratungsstelle gibt es auch rechtlichen Beistand zum Umgang mit den Folgen für Verbraucher, die bereits in eine Falle getappt sind.

Ein wichtiges Thema war außerdem die Flüchtlingsberatung. In vielen Herkunftsländern herrscht ein anderer Verbraucheralltag als in Deutschland, beispielsweise sind Handyverträge über 24 Monate in vielen Ländern undenkbar – dort wird ausschließlich mit Prepaid gearbeitet.

Viele Anbieter haben offenbar die Unwissenheit der Flüchtlinge ausgenutzt, ihnen günstige oder gar kostenfreie Smartphones versprochen und sie so in die Vertragsfalle gelockt. Um solchen Machenschaften Einhalt zu gebieten, hat die Verbraucherzentrale spezielle Workshops für Helfer eingerichtet, die den Flüchtlingen beistehen können.

Günstige Energie

Bei der Energieberatung ging es hauptsächlich um das Thema Sparen. Welche Form der Energie am besten zum Verbraucher passt, und welches der günstigste Tarif ist, dazu gab die Verbraucherzentrale regelmäßig Auskunft.

Zum ersten Mal gab es auch eine spezielle Quartiersberatung für Anwohner in Lössel und am Roden, da dort fast ausschließlich mit Strom und Öl geheizt wird.

Eine solche Quartiersberatung soll künftig auch in anderen Stadtteilen stattfinden. Die Städte Iserlohn und Hemer haben die Energieberatung um weitere fünf Jahren in Auftrag gegeben.

Die Umweltberatung gliedert  sich in die Bereiche Abfall, Gesundheitsschutz und Klimaschutz (Mobilität). Kürzlich führte die Verbraucherzentrale  Umfragen und Tests zur Fahrradnutzung in Iserlohn und zu Alternativen zu Einwegbechern für Kaffee durch. Sie fielen durchaus positiv aus:  So sind die Iserlohner zu großen Teilen gewillt, sich mehr mit dem Fahrrad zu bewegen, und in fast allen Geschäften wird der Kaffee auch in mitgebrachte Mehrwegbecher ausgeschenkt.

Basiskonto und Widerrufsrecht

Viele Beratungsgespräche gab es auch zum Thema Schimmel. Spezielle Beratungszeiten dazu in Büchereien wurden gut angenommen.

Deshalb plant die Verbraucherzentrale solche Aktionen auch in Zukunft.  Für Schülerinnen und Schüler gab es Beratungen zu Themen wie Handyverträge oder die erste eigene Wohnung.

In Kürze wird das Basiskonto, auf das ab dem 18. Juni 2016 alle Menschen ein Anrecht haben, die Verbraucherzentrale beschäftigen.

Noch bis zum 20. Juni Können Baudarlehen mit Formulierungsfehlern bei der Bank widerrufen werden, um unter Umständen von besseren Konditionen zu profitieren.