„Vielleicht will ich einmal wieder leben…“

Iserlohn. „Am Anfang musste ich leben, jetzt kann ich wieder leben, vielleicht will ich einmal wieder leben…“ Das sind die Worte eines verwaisten Vaters. Mit einem ökumenischen Gottesdienst unter der Leitung von Susanne Knufmann (Pastoralverbund), Pfarrer Matthias Hoof (Kirchenkreis Iserlohn) und Vikarin Friederike Paroth (Versöhnungs-Kirchengemeinde Iserlohn) feierten kürzlich rund 25 Menschen gemeinsam den Worldwide Candlelighting Day in der Reformierten Kirche. Dabei handelt es sich um den Gedenktag für verstorbene Kinder.

Weltweit gedenken an diesem Tag Menschen auf der ganzen Welt der verstorbenen Kinder und ihrer Angehörigen. Um 19 Uhr Ortszeit sind Menschen an diesem Tag aufgerufen eine Kerze ins Fenster zu stellen. So geht ein Leuchten des Erinnerns um die ganze Welt. Ein Schimmer der Hoffnung auf Licht in der dunklen und gerade für trauernde Menschen schwer zu ertragenden Weihnachtszeit. Gemeinsam erinnerten sich Menschen vom Kindesalter bis ins Seniorenalter an die liebgewonnen Kinder, die sie niemals vergessen werden, aber viel zu früh verloren haben.

Ein wohltuender Gottesdienst mit anschließendem Beisammensein bei einer Tasse Tee bot hierfür die passende Atmosphäre. Um so erfreuter waren die Beteiligten, dass die Menschen kamen und sich wohl fühlten.

Dass das Konzept des Gottesdienstes Anklang fand, wurde an der redlichen Beteiligung deutlich. Die verwaisten Mütter, Väter, Großmütter und Geschwister schrieben die Namen ihrer verstorbenen Kinder auf Sterne, entzündeten Kerzen und fanden Worte, wo die eigene Sprachlosigkeit überhand nahm. Auch das Verweilen beim Tee im Anschluss wurde von einigen sehr dankbar angenommen und als wohltuend beschrieben.

 

 

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