Iserlohn. (hc) Das Floriansdorf in Iserlohn hat schon viele Generationen an Schulklassen in Sachen Brandschutz aufgeklärt. Damit das auch in Zukunft so bleibt und Kinder lernen, wie sie sich im Falle eines Feuers zu verhalten haben, wurden zu Beginn der Woche die zwei „Rauchhäuser“ generalüberholt an das Floriansdorf zurückgegeben.

Die Häuser sind aufgebaut wie ein Puppenhaus. Man kann die verschiedenen Räume durch eine Plexiglasscheibe sehen. Egal ob Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche oder Kinderzimmer. Es werden Situationen aus dem Alltag gezeigt, die zu Bränden führen können. „Die Kinder finden die ‚Fehler‘ sehr schnell. ‚Da ist ein Kabel offen!‘ oder ‚Der Opa hängt seinen Hut auf die Lampe‘ rufen sie dann sofort“, erklärt Floriansdorf-Leiterin Melanie Timm stolz, wie die Mädchen und Jungen die potenziellen Gefahrenquellen identifizieren.

Wenn es aber doch brennt, dann können die Kinder sehen, wie sich der Rauch im Haus ausbreitet und welche Gefahren offene Türen haben.

Der dichte graue Qualm ist gut sichtbar und zieht durch das ganze Haus, binnen kürzester Zeit ist kaum noch etwas zu sehen. Das hilft aber nicht nur Kindern die richtige Entscheidung zu fällen, wenn‘s brennt.

Auch Erwachsene können noch einiges lernen an diesen Modellen. Und in einer stetig alternden Gesellschaft verändert sich auch das Verhalten im Brandfall. Wie sich Senioren richtig bewegen, richtig melden und was auch Angehörige und Pflegende beachten müssen, das wird weiter in den Fokus der Branderziehung rücken. Christian Eichhorn, Leiter des Ressorts Sicherheit, Bürger, Feuerwehr bei der Stadt Iserlohn, stellt in diesem Zusammenhang interessante Fragen: „Wer verursachte Brände? Sind es Kinder oder ältere Leute?“ Deswegen muss in der Brandprävention eine Erweiterung stattfinden. Kinder und Jugendliche können im Floriansdorf die Grundlagen lernen, wie sie sich im Brandfall verhalten müssen. Ältere dagegen, wie sie Routinen entwickeln, um im Vorfeld Brände zu vermeiden.