Wo Schildkröten zum Straßenbild gehören…

(Foto: Andrea Schneider)

(Foto: Andrea Schneider)

Iserlohn. (as) Schildkröten kennt jeder. Richtig, das sind die Reptilien, die, sobald sie eine Gefahr wittern, Kopf und Beinchen flink in ihren Panzer einziehen. Diese Technik ist so genial, dass die alten Römer sogar eine Militärtaktik nach ihr benannten.
Wenn sich die Legionäre nach vorn und oben mit Schilden schützten, sprachen sie vom Testudo, also von der Schildkröte. Werner Schönfelder macht auf ganz andere Schildkröten aufmerksam, die immer noch im Iserlohner Stadtbild anzutreffen sind. Die Verkehrs-Schildkröten gehören einer durchaus aussterbenden Gattung an.
Dabei handelt es sich um eine – wie es so schön heißt – beleuchtete Leiteinrichtung. Die gelben Stahlguss-Halbkugeln mit innerer Beleuchtung sollten vor allem auf Verkehrsinseln dafür sorgen, dass Autofahrer und Co. nicht vom rechten Weg abkamen. Gebraucht werden die Schildkröten heutzutage dank reflektierender Beschilderung und besserer Straßenbeleuchtung nicht mehr. Doch in Iserlohn sind sie noch erhalten geblieben.
Niemand hat sie abgebaut, wie Werner Schönfelder hier an der Friedrichstraße, Ecke Brausestraße belegt.