Wohin soll die Parkhalle?

Stellten das Verfahren rund um den städtebaulichen Wettbewerb Alexanderhöhe vor: (v.l.) Thomas Pott, Leiter des Bereichs Stadtplanung, Olaf Pestl, Leiter des Ressors Planen, bauen, Umwelt- und Klimaschutz, und Medienreferentin Christine Schulte-Hofmann. (Foto: Stadt Iserlohn)

Iserlohn. (as) Kleine Dinge sehen anders aus. Wenn es um die Zukunft der Alexanderhöhe und ganz besonders einer künftigen Veranstaltungshalle geht, möchte die Stadt Iserlohn einen ganz großen Wurf landen. Ausgeschrieben wird ein „Städtebaulicher Wettbewerb Alexanderhöhe“ für Architekten aus ganz Europa, die gemeinsam mit Landschaftsarchitekten ihre Vorstellungen erarbeiten sollen. Eingebettet in die Planungen werden Wünsche und Anregungen der Bevölkerung. Deshalb bittet die Stadt Iserlohn zu einer Bürgerversammlung, und zwar am Mittwoch, 23. Februar, um 19 Uhr in den Löbbecke-Saal des Parktheaters.

Seit Jahr und Tag gibt’s Zoff auf der Alexanderhöhe. Anlieger beschweren sich über die Verkehrsbelastung und vor allem auch über die Lautstärke von Veranstaltungen, die bis weit in die Nacht in der Parkhalle für Stimmung sorgen sollen. Die geplagte Nachbarschaft sorgte sogar schon dafür, dass in der Halle früher als geplant der Ton abgedreht wurde. „Die heutige Situation der Parkhalle und des gesamten Alexanderhöhen-Areals ist stark geprägt durch das Spannungsfeld ’ruhiges Wohnen versus Veranstaltungsbetrieb’“, heißt es seitens der Stadtverwaltung.

„Hoffen auf viele kreative Beiträge“

Das soll so nicht bleiben. Vom städtebaulichen Wettbewerb versprechen sich Planungs- und Baudezernent Olaf Pestl und sein Team Antworten auch auf folgende Fragen: Wo liegt der richtige Standort für eine neue Halle? Wie sollte diese aussehen und für welche Nutzungen sollte sie geeignet sein? „Wir hoffen auf viele kreative Beiträge“, sagt Thomas Pott, Leiter des Bereichs Stadtplanung bei der Stadt Iserlohn.

Die Alexanderhöhe im Blick. Zwei Vorgaben gibt’s von der Stadt Iserlohn. Im grün gekennzeichneten Gebiet könnte die künftige Parkhalle gebaut werden. Der nicht grün gekennzeichnete Bereich ist für die Halle tabu. (Grafik: Stadt Iserlohn)

Ein wenig wird es allerdings noch dauern, bis die Kreativen aus Europa ihre Pläne einreichen. Hier der Zeitplan: Der Wettbewerb wird ab dem 18. Februar in den entsprechenden Fachpublikationen bekannt gemacht. Die Bewerbungsfrist für Architekten und Landschaftsarchitekten endet am 4. Februar. Dann wird ausgewählt. „Wir werden maximal 40 Büros für den Wettbewerb zulassen“, sagt Thomas Pott.

Die Auslobungsunterlagen werden an die Büros am 2. Mai versendet. Die Wettbewerbsbeiträge müssen bis zum 29. Juli eingehen. Die Preisgerichtssitzung ist für den 8. September geplant.

Anregungen von Anliegern erwünscht

„Von den Wettbewerbsbeiträgen erwarten wir uns keine ausgefeilte Planung, nach der man bauen kann“, sagt Thomas Pott. Gesucht werden vielmehr landschaftlich ansprechende Lösungen für den Alexanderhöhenkomplex bis hinunter Richtung Bahnhof. „Das ist spannend, auch ohne zu wissen, wie die Halle künftig einmal aussehen wird“, sagt der Stadtplaner.

Nun aber sind erst einmal die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Die Versammlung am Mittwoch, 23. Februar, um 19 Uhr im Löbbecke-Saal des Parktheaters soll den Wettbewerb vorbereiten. Vor allem die Anlieger können sich aktiv mit ihren Anregungen an der Diskussion beteiligen. Natürlich geht es um die Frage, wo die Parkhalle künftig stehen soll. Erörtert werden soll aber auch, wo die Parkplätze am geeignetsten liegen, damit An- und Abreiseverkehre nicht zu unnötigen Lärmbelastungen führen.

Moderiert wird die Bürgerversammlung von dem Dortmunder Planungsbüro Planlokal, das auch den Wettbewerb betreuen wird. Als Gesprächspartner von der Stadt Iserlohn stehen Olaf Pestl und Thomas Pott zur Verfügung.