Iserlohn. Einen neuen Mieter konnten die Verantwortlichen der Diakonie Mark-Ruhr jetzt in den Räumen des Karree 38 am Vödeweg in Iserlohn begrüßen. Bereits in diesem Sommer wird die „maxQ. Schule für Physiotherapie“ ihren Standort vom Iserlohner Ortsteil Genna in das Karree 38 verlagern.

„Wir sind total glücklich, mit den Iserlohner Werkstätten ins Gespräch gekommen zu sein und hier schon in wenigen Monaten optimale Rahmenbedingungen für unsere Schule vorzufinden“, freuen sich Leiterin Kristine Helmus und ihr Team. „Eine solche Schule langfristig an Iserlohn zu binden war ebenso unser Antrieb, wie die verschiedensten Kooperationen, die sich für die Zukunft ergeben werden“, zeigt sich auch Martin Ossenberg, Geschäftsführer der Iserlohner Werkstätten, einer Unternehmung der Diakonie Mark-Ruhr, zufrieden über den kurz vor Weihnachten unterschrieben Mietvertrag. Bekanntlich hat die Diakonie Mark-Ruhr das ehemalige Wila-Gebäude am Vödeweg im letzten Jahr erworben.

Nachhaltig und lichtdurchflutet

Bis die Physiotherapieschule im Sommer einzieht, steht allerdings noch viel Arbeit an. „Wir sind aber bis spätestens 31. Juli mit allem fertig“, verspricht der Letmather Architekt Manfred Kissing. Im zweiten Obergeschoss des Gebäudes wird die Physioschule einziehen, über insgesamt drei Eingänge ist die Schule dann erreichbar; natürlich auch barrierefrei. Auch unter der Devise der Nachhaltigkeit haben Manfred Kissing und sein Team in enger Abstimmung mit der Diakonie Mark-Ruhr geplant.
So werden die vorhandenen Glaselemente im Gebäude beispielsweise weitergenutzt. Zuvor werden allerdings Wände eingerissen und neue gezogen. Insgesamt entsteht auf gut 600 Quadratmetern eine in allen Bereichen lichtdurchflutete Fläche, „die effektiv ausgenutzt wird“, ergänzt Martin Ossenberg.

Neben vielen Glaselementen werden insgesamt auch vier Lichtkuppeln eingebaut. Lange Flure wird man hier vergeblich suchen, „das Gebäude bietet ideale architektonische Gestaltungsmöglichkeiten“, so Kissing. Neben Sekretariat und Leitungszimmer entstehen je zwei große Therapie- und Unterrichtsräume sowie ein Ausbilder-Gruppenraum und ein offen gestalteter Sozialraum.

Der zentrale Empfang des Karrees 38, der von Beschäftigten der Iserlohner Werkstätten besetzt sein wird, kann von allen Mietern genutzt werden. Insgesamt drei Arbeitsgruppen (Service, Büro und Catering) werden die Iserlohner Werkstätten unter dem Aspekt des (inklusiven) Dienstleistungs­angebots einrichten.
„Wir halten Infrastruktur vor“, erläutert Christof Neuß von den Iserlohner Werkstätten. „Vom Empfang, über den Telefondienst und Büro-Tätigkeiten, über den Service für Besprechungsräume, bis hin zu Imbiss- und Getränkeservice bieten wir unseren Mietern und Gästen verschiedene Dienstleis­tungen an.“

Das macht vor allem auch vor dem Hintergrund Sinn, dass die Iserlohner Werkstätten im Karree 38 künftig auch Co-Working-Spaces und Besprechungs- und Tagesräume zur Verfügung stellen werden, die frei angeboten und in Verbindung mit den Serviceangeboten gebucht werden können. Eine „starke Durchmischung“ der Nutzer soll das Karree fortan prägen, ist sich die Diakonie Mark-Ruhr sicher. Und bei allem wird eben auch das Ziel verfolgt, Menschen mit Handicap Arbeitsplätze zu bieten.

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