Wunschbaum: Stadtwerke erfüllen Kinderwünsche

Sylvia Olbrich erhielt für die Wunschbaumaktion insgesamt 600 Euro von den Iserlohner Stadtwerken. 300 Euro davon hat die Belegschaft gespendet. Im Bild (v.l.): Mohammed Taih, Rüdiger Lange, Mike Kowalski, Marketingleiter Heimatversorger, Sylvia Olbrich, 1. Vorsitzende Flüchtlingsnetzwerk, Bastian Trippe, Betriebsratsmitglied, Melanie Plath und Imadudin Koshnod.(Foto: Stadtwerke)

Iserlohn. Insgesamt 600 Euro spenden die Stadtwerke Iserlohn für die Wunschbaumaktion, die Familien mit Geldsorgen helfen soll, ihren Kindern Weihnachtswünsche zu erfüllen. „Wir finden die Aktion großartig und freuen uns, hier einen Beitrag leisten zu können“, sagt Stadtwerke-Marketingleiter Mike Kowalski.

2010 gab es den ersten Wunschbaum – damals noch vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Iserlohn, bevor die Aktion im Folgejahr von den Johannitern weitergeführt wurde. Diese sahen sich nun nicht mehr in der Lage, die vielen Wünsche – zuletzt waren es über 800 – mit ihren ehrenamtlichen Helfern zu erfüllen. „Die Jahr für Jahr größere Anzahl an Wunschzetteln zeigt, wie wichtig der Baum für Iserlohn geworden ist – wir wollten die Aktion darum unbedingt weiterführen und den vielen Familien helfen, denen es nicht so gut geht“, erzählt Sylvia Olbrich von ihrer Motivation, hier mit der Flüchtlingshilfe aktiv zu werden.

„Integrationsarbeit betrifft ja immer zwei Seiten – die zugewanderten Menschen, aber auch die Gesellschaft, die diese aufnimmt“, erzählt sie von ihrer täglichen Arbeit. Darum ist es für sie wichtig, hier möglichst viele Gelegenheiten zu schaffen, um Menschen zusammen zu bringen und einander auch die jeweilige Kultur nahezubringen. Von daher war es für sie und ihre ehrenamtlichen Helfer keine Frage, dass Wunschbaum und Flüchtlingshilfe gut zueinander passen.

Wünsche erfüllen bis 15. Dezember

„Viele unserer Helfer sind selbst Mütter und haben sich vorher schon an der Aktion beteiligt“, ergänzt die Vorsitzende, die aber betont, dass die Aktion nach wie vor für alle Iserlohner Bürger gedacht ist – nicht nur für Flüchtlingskinder. Auch der Ablauf bleibt so, wie in den Vorjahren:

Seit dem 15. November stehen nun mehrere Wunschbäume in Iserlohn, an denen Kinder noch bis zum 30. November ihre Wunschzettel anbringen können. Bis zum 15. Dezember geht es um die Erfüllung der Wünsche. Dafür sucht Sylvia Olbrich Paten, die die Wünsche vom Baum pflücken, das Geschenk besorgen, einpacken und dann wieder abgeben. „Das ist ein schönes Gefühl, wenn man etwas einkauft und weiß, dass man damit jemandem eine große Freude machen kann, die sonst so nicht möglich gewesen wäre“, erzählt sie von ihren eigenen Erfahrungen als Wunschpatin.

Die Wünsche, die anschließend noch übrig sind, wird Sylvia Olbrich mit ihrem Helferteam erfüllen. „Und genau dafür brauchen wir Geld. Bis jetzt haben wir schon 500 Wunschzettel gesammelt und es werden täglich mehr“, berichtet die Initiatorin. „Darum freuen wir uns sehr über die großzügige Spende des Heimatversorgers, mit denen wir weitere 30 Kinder erfreuen können“.

Die insgesamt 600 Euro kommen übrigens nur zur Hälfte vom Unternehmen selbst: Die andere Hälfte spendete die Belegschaft. „Wir unterstützen regelmäßig Projekte, die Kindern in unserer Region zugute kommen – vor allem in der Weihnachtszeit“, erzählt Betriebsratsmitglied Bastian Trippe.