Villigst. Mit einem Festgottesdienst, einem Vortrag des EKD-Ratsvorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm und dem ersten Villigster Science Slam feierte das Evangelische Studienwerk Haus Villigst sein 70-jähriges Bestehen. Viele Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft sowie viele ehemalige und aktuelle Stipendiatinnen und Stipendiaten kamen zu diesem Anlass nach Villigst.

„Ihr sollt ein Segen sein – Protestantisch. Engagiert. Weltoffen“ – unter diesem Motto stand das Jubiläum. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Gottesdienst in St. Viktor. Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, übernahm die Predigt. Sie erinnerte in Bezug auf die Begabtenförderung daran, hohe Intelligenz als Gabe Gottes zu verstehen. Die Liturgie wurde gemeinsam von ehemaligen und aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten gestaltet.

In der ersten Reihe

„In Zeiten eines nicht mehr selbstverständlich vorhandenen Konsenses über Grundorientierungen braucht es Menschen, die sich mit Leidenschaft für eine lebendige und von sozialer Verantwortung geprägte Demokratie engagieren. Christen sollten dabei in der ersten Reihe stehen“, sagte Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirchen in Deutschland und selbst ehemaliger Villigster Stipendiat. Er lobte die Arbeit des Evangelischen Studienwerks, dessen Ziel es sei, junge Menschen zur Übernahme von solcher Verantwortung zu befähigen und zu ermutigen.

Das Abendprogramm bildete der erste Villigster Science Slam, bei dem vier Studierende ihr jeweiliges Forschungsgebiet in einem kurzen und möglichst unterhaltsamen Vortrag dem Publikum präsentieren durften, das wiederum mit Applaus und Punkten die Präsentationen bewertete. Sieger des Abends wurde der Stipendiat Lukas Lobert mit einem Vortrag aus dem Gebiet der Teilchenphysik.