Ärgernis Hundekot: Mitarbeiter der Stadt Schwerte bitten um Rücksichtnahme

Auf dem Spielplatz am Wiesenberge in Geisecke werden Hundehalter ausdrücklich darauf hingewiesen

Auf dem Spielplatz am Wiesenberge in Geisecke werden Hundehalter ausdrücklich darauf hingewiesen, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entfernen. (Foto: Stadt Schwerte)

Schwerte. Mit Appellen und deutlich sichtbaren Hinweisen richtet sich die Stadtverwaltung gerade jetzt im Sommer aus gutem Grund an Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer. So weisen neue Schilder am Kinderspielplatz „Am Wiesenberge“ auf ein Ärgernis hin, mit dem sich Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Schwerte herumärgern: Es sind die Hinterlassenschaften von Hunden.
Hundehaufen rund um diesen Spielplatz sind kein Einzelfall. „Uns erreichen sehr viele Beschwerden, oft mehrere pro Woche, dass sehr viele Hundebesitzer den Kot ihrer Tiere nicht wegräumen. Das trifft mittlerweile auch auf Baumscheiben in der Innenstadt zu“, berichtet Melanie Schmidt vom Lob- und Beschwerdemanagement der Stadt. Sie legt aber auch Wert auf die Feststellung, dass ihr viele Personen persönlich bekannt sind, die vorbildlich den Hundekot wegräumen.
Probleme auch im Stadtpark
Auch Gerd Krawczyk, Leiter des Baubetriebshof, der mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Sauberkeit in den Grünanlagen sorgt, fühlt sich durch Hundekot belästigt, und das nicht nur auf Baumscheiben: „Klar, die nutzen Hunde sehr gerne. Uns ist klar, dass die Tiere nicht wissen, wo sie ihr Geschäft zu verrichten haben. Daher sind die Menschen gefragt. Auch im Stadtpark haben wir gerade jetzt im Sommer Probleme, wo sogar Tüten-Automaten für die Hinterlassenschaften der Hunde angebracht sind. Zudem gibt es in jedem Zoohandel solche Tüten.“
Was bleibt, sind große Unannehmlichkeiten für den Baubetriebshof. „Nicht nur, dass wir die Baumscheiben und Grünflächen vom Hundemist befreien müssen. Richtig ärgerlich und ekelig wird es, wenn wir mit unseren Maschinen mit dem Hundekot in Berührung kommen.“ Gerd Krawczyk erspart sich eine konkrete Beschreibung.
Bußgeld schreckt nicht ab
Uwe Klomfaß, stellvertretender Bereichsleiter Ordnung, ist sich bewusst, dass die im Ortsrecht (Ordnungsbehördliche Verordnung über die Aufrechterhaltung der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung) festgelegten 35 Euro Bußgeld für das Hinterlassen von Hundekot kaum abschrecken. Nur wenn konkrete Beweise vorliegen, kann die Ordnungsbehörde einschreiten. „Wir können daher nur an die Vernunft, das Verantwortungsbewusstsein und die Rücksichtnahme von Hundehalterinnen- und haltern appellieren.“
Nicht frei laufen lassen
Zudem richtete sich Klaus-Peter Langner, Stellvertretender Bereichsleiter Jugend und Familien, bereits per Aushang an die Nachbarn des eingangs erwähnten Spielplatzes in Geisecke: „Wiederholt erreichen mich in den vergangenen Tagen und Wochen Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern dieses Spielplatzes, dass Hundehalter ihre Tiere auf dem Spielplatz frei laufen lassen. Ich bitte Sie alle herzlich: durchqueren Sie mit Ihren Hunden nicht den Spielplatz und lassen Sie Ihren Hund hier nicht frei laufen.“
Und damit ist das zweite Problem genannt, wie Uwe Klomfaß bestätigt: „Die Einsicht, ihren Hund immer anzuleinen, wie es §10 Abs. 6 Landeshundegesetz für im Zusammenhang bebaute Ortsteile auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen vorsieht, haben längst nicht alle Hundehalter verinnerlicht.“
Alle erwähnten städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber stellen klar: „Wir mögen Hunde, viele Kolleginnen und Kollegen haben selber welche. Es wäre im Sinne eines harmonischen Zusammenlebens und einer sauberen Stadt aber einfach schön, wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen.“