AGON informierte über Naturschutz im Ruhrtal

Beim Ortstermin an der Röllingwiese (v.l.): Helmut Städtler, Dieter Ackermann, Dr. Tomas Kruse, Adrian Mork und Heinz Bloch. (Foto AGON/Pitzer)

Schwerte. Trotz der Kälte waren mehr als zwanzig Interessierte zur Röllingwiese gekommen, um von der AGON Schwerte über den Naturschutz vor Ort im Ruhrtal informiert zu werden und darüber zu diskutieren.

Dieter Ackermann von der AGON wies auf die große Bedeutung von Feuchtgebieten allgemein und der Röllingwiese im Besonderen hin und erläuterte, dass die AGON die von der Bezirksregierung Arnsberg im Namen des Landes NRW geplanten Renaturierungen des Ruhrtals unterstützt.

Auch Bürgermeisterkandidat Adrian Mork, der von der ebenfalls eingeladenen Stadt Schwerte gekommen war, befürwortet das Vorhaben, das eine einmalige Gelegenheit darstelle, um mehr Natur in Schwerte zuzulassen. Natürlich sollen keine bestehenden öffentlichen Wegeverbindungen geschlossen werden. Das durch Schutzzonen gesicherte Werksgelände der (ehemaligen) Wasserversorgung sollte aber der Natur vorbehalten werden. Das werde insgesamt zu einem gesteigerten Naturerlebnis der Ruhrtalbesucher beitragen. Am Beispiel der Röllingwiese wird das jeder Besucher bestätigen können.

Die Planungsarbeiten zur Renaturierung des Schwerter Ruhrtals sollen in diesem Jahr verstärkt erfolgen. Bereits im April 2017 stellte das Büro Viebahn und Sell die Vorarbeiten, vor allem die Bestandsaufnahmen und die historischen Veränderungen im Ruhrtal vor.

Die Anwesenden waren überrascht von den zahlreichen Blässrallen und Entenvögeln (Stock-, Schnatter- und Pfeifenten) auf den offenen Bereichen der teils zugefrorenen Röllingwiese. Das ist in der Tat erstaunlich vor dem Hintergrund des langen Trockenfallens infolge des Absenkens des Ruhrwasserspiegels. Dabei sind natürlich alle Wasserpflanzen, Kleinfische, Insektenlarven, Amphibien, das ist fast die gesamte Nahrungsgrundlage der Wasservögel, verschwunden.

Dass noch keine Zwergtaucher da sind, hat mit den fehlenden Kleinfischen zu tun. Das gilt ebenso für den Eisvogel. Leider soll dem Vernehmen nach der Ruhrwasserspiegel im Frühjahr nochmals abgesenkt werden. Die AGON Schwerte hält es deshalb für besonders wichtig, die bereits vorgeschlagene Verbindung zum Wannebach zu realisieren.

Reparaturarbeiten werden immer mal wieder erforderlich werden. Das Wasser des Wannebachs könnte aber in Zukunft einen erneuten Totalverlust der Unterwasserfauna auf der Röllingwiese verhindern.