Arnsberg sagt „Nein!“ zu Dortmunder Schülern

Schwerte. Am Ruhrtal-Gymnasium Schwerte wird es im Schuljahr 2019/20 keine Mehrklasse geben. Die zuständige Bezirksregierung in Arnsberg erteilte dem Antrag aus dem Schwerter Rathaus jetzt eine Absage.

Bürgermeister Dimitrios Axourgos und der Erste Beigeordnete Hans-Georg Winkler hatten sich nach Auswertung der Anmeldezahlen ganz entschieden für eine Mehrklasse am RTG eingesetzt, um allen Anmeldewünschen und damit auch denen aus Dortmund gerecht werden zu können. „Wir haben versucht, gemeinsam mit Arnsberg einen Weg zu finden. Etliche Schülerinnen und Schüler aus Dortmund müssen nun abgewiesen werden und sich auf einem Dortmunder Gymnasium anmelden“, bedauert Dimitrios Axourgos die Absage aus Arnsberg.

„Gut aber ist, dass wir hier alle Kinder aus Schwerte und Iserlohn aufnehmen können“, ergänzt Hans-Georg Winkler. Jetzt kommen nur eine Handvoll Kinder an den beiden Gymnasien nicht aus Schwerte und Iserlohn.

Mit einer Mehrklasse wären die Anmeldewünsche aller Kinder auf Beschulung an einer weiterführenden Schule in Schwerte in Erfüllung gegangen. So sind es jetzt 353 Schülerinnen und Schüler aus der Ruhrstadt und die wegen einer Beschulungsvereinbarung gleichgestellten 36 Kinder aus Iserlohn, die das Gros der Plätze an den vier weiterführenden Schulen in Schwerte besetzen. Die Anmeldezahlen aus Iserlohn sind dabei deutlich höher als im vergangenen Jahr.

Gute Lehre in Gefahr

Alle Schulen gehen dabei im Rahmen ihrer Zügigkeiten an die Kapazitätsgrenzen. Am RTG und am Friedrich-Bährens-Gymnasium bilden jeweils 31 Kinder eine Klasse. Die Stadt hätte es gerne gesehen, wenn über die Bildung einer Mehrklasse am RTG im Sinne eines optimierten Lernens kleinere Klassenverbände möglich geworden wären. Das Nein aus Arnsberg lässt das nun nicht zu.