Auf dem Weg zur Bürgerkommune Schwerte voll engagiert

Engagierte Menschen in einer engagierten Stadt: Heinrich Böckelühr

Engagierte Menschen in einer engagierten Stadt: Heinrich Böckelühr, MArtina Horstendahl, Christopher Wartenberg, Anke Skupin, Joseph Bender, Gisela Fritz und Tobias Bäcker (v.l.).

Schwerte. (NO) Schwerte nimmt auch 2018 / 2019 am bundesweiten Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ teil. Bereits seit 2015 gehört die Hansestadt an der Ruhr zu den 50 ausgewählten Städten in Deutschland, in denen sich gemeinnützige Organisationen, die Kommune und die Wirtschaft gemeinsam vor Ort für bessere Strukturen im bürgerschaftlichen Engagement und – dies ist eine Besonderheit gegenüber allen anderen Förderkommunen – auch in der Bürgerbeteiligung einsetzt.
Kommunale Demokratie
Kommunale Demokratie soll mit Leben gefüllt werden. Schwertes Ziel ist, Bürgerkommune zu werden. Dafür erhält die Ruhrstadt auch in den kommenden zwei Jahren eine finanzielle Förderung bis maximal 30.000 Euro sowie ein umfangreiches Angebot an professioneller Beratung und Begleitung im Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“. Dessen Förderkonsortium gehören neben dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend diverse Stiftungen an.
Bürgermeister Heinrich Böckelühr hatte 2015 die Idee, das Förderangebot zu nutzen und sich zu bewerben. Seitdem unterstützt er aktiv den Entwicklungsprozess hin zur Bürgerkommune und ist Teil der seit 2015 bestehenden Entwicklungsgruppe.
Arbeitskreis als Scharnier
Der Arbeitskreis „Engagierte Stadt“, besetzt mit dem Förderverein Ruhrtalmuseum, dem Freiwilligenzentrum Die Börse, der Gruppe „d.a.b.e.i.“, dem Stadtmarketing e.V., dem Oberschicht der Schwerter Nachbarschaften, der Ev. Kirchengemeinde mit der Stadtkirchenarbeit, der Gruppe „EfI –Erfahrungswissen für Initiativen“ und dem KuWeBe, begleitet das Projekt. Er koordiniert die Umsetzung und ist das Scharnier zum Neuen Zentrum St. Viktor. Dort unterstützt er aktiv den „Horizontalen Eröffnungsprozess“. Die Fördermittel werden von der Bürgerstiftung Rohrmeisterei verwaltet.
Was seit 2015 geschehen ist
Entwickelt und etabliert ist die Informationsplattform www.schwerengagierte.de mit zahlreichen Informationen rund ums Bürgerengagement. Hier stellen sich 56 Schwerter Initiativen und Gruppen mit ihrem Engagement vor. Hinzu kommen 21 aktuelle und aktive Projekte. Regelmäßig erscheint ein Interview mit einer engagierten Person oder einer Gruppe, um dem Engagement ein Gesicht zu geben. Fördermöglichkeiten, Ideen, Qualifizierungsangebote und vieles mehr sind ebenfalls auf der Seite zu finden.
Forum „SCHWERengagierTE“
Jeden Monat erscheint ein Newsletter mit aktuellen Informationen und Veranstaltungshinweisen. Seit September 2015 öffnet das „Forum SCHWERengagierTE“ an jedem Samstag zu den Marktzeiten im Museum seine Türen und bietet die persönliche Vorstellung von Initiativen und Gruppen und den persönlichen Kontakt und die Beratung zu Fragen des Engagements. Das Forum ist zum Knotenpunkt für Bürgerengagement geworden. Es haben bislang 50 Veranstaltungen im Forum stattgefunden.
Es geht weiter
In den kommenden zwei Jahren soll ein Beteiligungsmanagement in der Kommunalverwaltung aufgebaut und eine Vorhabenliste erstellt werden. Auch junge Schwerter sollen sich verstärkt engagieren: Ein „Schülerhaushalt“ soll als Pilotprojekt entwickelt und umgesetzt werden. Und nicht zuletzt kann das „Neue Zentrum St. Viktor“ endlich angegangen werden. „Die Bezirksregierung hat jetzt die Pläne und die Finanzen abgesegnet, damit steht dem Projekt nun nichts mehr im Wege. Im Frühjahr kann mit dem Bauarbeiten begonnen werden“, sagte Bürgermeister Heinrich Böckelühr am Donnerstag.
„Wir freuen uns sehr über die Juryentscheidung und auf die weitere intensive Arbeit mit unseren Partnerinnen und Partner hier in Schwerte“, zeigt sich Anke Skupin, Koordinatorin des Förderprojektes, begeistert vom nun auf zwei weitere Jahre gesicherten Weg zur Bürgerkommune.