Auf nach Argentinien! Nach Abi Einsatz bei Ester Grulke in Garupá

Ester Grulke und Hella Hostendahl brechen am Mittwoch nach Argentinien auf. Die frisch gebackene Abiturientin wird knapp drei Monate in Garupá für den Kinderhilfsverein „Louisa e.V.“ arbeiten und Land und Leute kennenlernen. (Foto: NO)

Ester Grulke und Hella Hostendahl brechen am Mittwoch nach Argentinien auf. Die frisch gebackene Abiturientin wird knapp drei Monate in Garupá für den Kinderhilfsverein „Louisa e.V.“ arbeiten und Land und Leute kennenlernen. (Foto: NO)

Schwerte. (NO) An diesem Wochenende ist Zeit zum Packen, die Vorfreude ist groß und im Bauch kribbelt es schon. Eine große Reise tritt die Schwerter Schülerin Hella Horstendahl an. Am Mittwoch geht es in den Flieger: Frankfurt – Buenos Aires. Von der argentinischen Hauptstadt aus sind es dann noch rund 1100 Kilometer bis nach Misiones, Argentiniens nordöstlichste Provinz. Dort befindet sich Garupá, eine kleine Siedlung, die für knapp drei Monate Hella Horstendahls Wohnort und Arbeitsstelle sein wird.
Die 17-jährige begleitet Ester Grulke, in Garupá aufgewachsene Gründerin des Kinderhilfsvereins „Louisa“, und wird ihr vor Ort bei der Arbeit helfen. Im Kinderheim und in der Gemeinschaftsküche gibt es genug zu tun. Und nebenbei wird Hella Horstendahl erfahren, wie es sich so lebt in einem schönen, subtropischen Landstrich, in dem immer noch Armut herrscht und daher jede Unterstützung willkommen ist.
Die frisch gebackene RTG-Abiturientin spricht Spanisch, hat die Sprache vier Jahre am Gymnasium und gelernt, außerdem einen Kurs bei einem Argentinier absolviert. Vor zweieinhalb Jahren vermittelte ihr Ester Grulke ein Patenkind in Garupá – ein erster Brückenschlag.
Die Chance nutzen
Einige Jugendliche haben bereits Arbeitseinsätze in Garupá absolviert – und jetzt nach dem Abi hat die junge Schwerterin die Gelegenheit, ihrem Beispiel zu folgen, sich dort ebenfalls sozial zu engagieren und neue Lebenserfahrungen zu sammeln. „Die Chance muss man nutzen!“, freut sich Hella Horstendahl auf ihren Einsatz.
Sie wird eine andere Kultur kennenlernen, einfache, teils prekäre Lebensverhältnisse kennenlernen. Die 17-jährige wird aber auch Zeit haben, Abstecher ins benachbarte Paraguay zu unternehmen – der Grenzfluss Paraná ist nahezu in Sichtweite – die nähere Umgebung und die Provinzhauptstadt Posadas zu besuchen oder einen kurzen Abstecher nach Brasilien zu unternehmen. Und natürlich muss Hella Horstendahl auch lernen, Mate zu trinken, ohne den in Argentinien gar nichts geht.Wir dürfen schon jetzt gespannt sein, was Hella Horstendahl zu berichten hat. Sie wird im argentinischen Frühling die Rückreise nach Schwerte antreten – und im spätherbstlichen Deutschland landen.