Auf Rädern zum Essen: Gemeinsame Mahlzeiten für ältere Menschen

Schwerte. (as/Red.) Essen auf Rädern kennt eigentlich jeder.
Das Problem dabei: Menschen können vereinsamen, wenn sie selbst die Mahlzeiten
allein zu Hause zu sich nehmen. Hier setzt Jürgen Paul mit der Schwerter
Senioren-Union an. Er möchte ältere Menschen „auf Rädern zum Essen“ bringen.
„Gemeinsame Mittagsmahlzeiten für Seniorinnen und Senioren tragen wesentlich zum
Wohlbefinden älterer Menschen bei. Wir wollen deshalb auch in Schwerte
vorschlagen, dass ältere Menschen gemeinsam und nicht alleine in ihrem Zuhause
zu Mittag essen“, sagt Jürgen Paul. Gegessen werden könnte beispielsweise in
Gemeindehäusern. Deshalb wendet sich die Senioren-Union an alle Schwerter
Kirchen und Moscheevereine. Die Bitte: „Stellen Sie Räume zur Verfügung.“
„Wir haben aber auch in Schwerte immer mehr ältere Menschen“, sagt Jürgen
Paul. „Eine gesunde Ernährungsweise ist auch im Alter von großer Bedeutung,
betonen Gerontologen, um die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit zu
erhalten.“ Er ist der festen Überzeugung, dass die Bewältigung kurzer
Wegstrecken zum gemeinsamen Mittagstisch – sei es zu Fuß, mit oder ohne
Rollator, mit dem Fahrrad oder dem Rollstuhl, vielleicht auch mit einem
Abholdienst – fördere die körperliche Fitness und beuge der Vereinsamung vor.
„Viele Senioren organisieren sich auch selbst und bieten einen Mitfahrdienst
an“, meint Jürgen Paul.
Das gesellige Miteinander und die Unterhaltung während der gemeinsamen
Mahlzeit regen Gedanken an und rufen Erinnerungen wach. „In unseren
Gemeindehäusern in der Stadtmitte aber auch in den Gemeindehäuser in unseren
Ortsteilen, sogar in der angedachten neuen Ergster Mitte könnten ältere Menschen
zum gemeinsamen Essen von örtlichen Caterern beliefert werden“, sagt Jürgen
Paul. Genuss und Geselligkeit für ältere Menschen. „Wir sollten uns nicht
scheuen, neue Wege auch in Schwerte zu gehen“, sagt Jürgen Paul im Namen der
Senioren-Union. „Wir glauben, dass besonders die netten Gespräche in angenehmer
Atmosphäre und das Gefühl, nicht mehr allein zu sein, sich sehr schnell großer
Beliebtheit bei den Seniorinnen und Senioren erfreuen. Anfängliche Bedenken
werden sicher schnell über Bord geworfen“, sagt Jürgen Paul.
Dass diese gemeinsamen Mahlzeiten funktionieren können, beweist ein Beispiel
aus der Nachbarschaft: In Hörde bietet der Sozialdienst katholischer Frauen
gemeinsam mit einer Senioren-Organisation einen Mittagstisch an. Mit großem
Erfolg.