Aus für Ergster Bürgerbegehren?

Immer wieder „trommelten“ die Initiatoren des Bürgerbehrens für ihr Anliegen, so auch hier im Spätsommer in der Fußgängerzone. Doch wegen zahlreicher ungültiger Unterschriften hat die Initiative jetzt einen herben Rückschlag erlitten. (Foto: Norbert Fendler)

Ergste. (mb) Einen heftigen und unerwarteten Rückschlag muss das Bürgerbegehren für ein neues Nahrungsversorgungszentrum auf dem Himmelmannschen Feld einstecken. Bei der Überprüfung der erst kürzlich eingereichten Listen durch die Verwaltung wurde festgestellt, das 1179 der 3558 gesammelten Unterschriften ungültig sind. Somit benötigt das Begehren 400 weitere Unterschriften, um über die Hürde zu kommen und bis am 6. März 2013 der Rat der Stadt über das Anliegen entscheidet. Das wird eng.

Hans-Georg Rehage, der zusammen mit Wilhelm Brunswicker und Rudi Klein das Bürgerbegehren organisiert, ist wie seine Mitstreiter schockiert. Mit Jörg Patzer, Betreiber der Edeka-Filiale in Ergste, wurde ein Treffen anberaumt. Für Patzer ist die Verlagerung seines Geschäfts wegen der damit verbunden Vorteile ein dringendes Anliegen.

Die große Anzahl ungültiger Stimmen lässt sich vor allem durch 429 Mehrfachnennungen erklären, ein weiterer Teil durch fehlerhafte oder nicht lesbare Angaben von Haus- oder Telefonnummern. Auch Unterschriften von Menschen, die außerhalb Schwertes wohnen oder das Wahlalter noch nicht erreicht haben, tragen zum fatalen Ergebnis bei.

Ganz haben Rehage und Co. die Hoffnung für das Bürgerbegehren nicht aufgegeben: Noch befinden sich einige Unterschriftenlisten im Umlauf.