B 236: Ausbau rückt näher

Schwerte. (Red.) Der Terminplan für das neue Planfeststellungsverfahren zum vierstreifigen Ausbau der B 236 zwischen Aplerbecker Mark und Autobahnanschlussstelle Schwerte steht. Nachdem Bürgermeister Heinrich Böckelühr nochmals bei seinem Besuch im Bundesverkehrsministerium in Berlin Ende April 2012 nachdrücklich eine verbindliche Zeitschiene angemahnt hatte, konnten jetzt zwischen Straßen-NRW, der Bezirksregierung Arnsberg und der Stadt Schwerte die Termine für die notwendigen weiteren Verfahrensschritte festgelegt werden.

30.000 Autos

Seit Eröffnung des Berghofener Tunnels im Juli 2008 rollen nach Berechnung der Verkehrsplaner täglich nahezu 30.000 Fahrzeuge in Richtung Autobahn und damit in die Ruhrstadt. „Der Dauerstau auf der B 236 ist aktuell unser Hauptproblem in Schwerte“, weiß auch der Bürgermeister. Deshalb hofft Heinrich Böckelühr, dass nunmehr die zweite Runde der erforderlichen Planfeststellung zügig abgewickelt werden kann.

Bürgerinfo

Starten wird die sogenannte Offenlage der überarbeiteten Planung für die B 236 mit einer Bürgerinformationsveranstaltung, in der durch die zuständigen Projektleiter von Straßen.NRW die knapp 14 Millionen Euro teure Erweiterung der Bundesstraße erläutert werden soll. Am Mittwoch, 22. August 2012, werden die Pläne im Schützenheim auf der Schwerterheide vorgestellt. Beginnen wird die Versammlung um 18.30 Uhr. Der Bürgerschützenverein Schwerterheide hat den großen Saal bereits für die Stadt Schwerte reserviert.

Im Anschluss daran folgt für die Dauer von einem Monat ab Ende August die Auslegung der Planunterlagen im Schwerte Rathaus. In dieser Zeit werden ebenfalls Fachleute von Straßen.NRW an bestimmten Tagen im Rathaus anwesend sein, um interessierten Bürgerinnen und Bürger die Detailpläne zu erläutern. „Die genauen Tage werden noch abgestimmt und rechtzeitig mitgeteilt“, betont der Bürgermeister.

Sechs Jahre Planung

Im Anschluss an die Auslegung der Pläne erfolgt die Einwendungsfrist bis zum 18. Oktober, in der schriftliche Einwendungen und Anregungen zur vorgelegten Planung eingereicht werden können. Die Bezirksregierung Arnsberg wird anschließend die eingegangenen Stellungnahmen auswerten und die Eingabeführer zu einem nichtöffentlichen Erörterungstermin einladen. Abgeschlossen wird das Planfeststellungsverfahren mit einem Planfeststellungsbeschluss, der für Frühjahr 2013 erwartet wird. Damit würde ein seit nunmehr sechs Jahren dauerndes Planungsverfahren für die hochbelastete B 236 zwischen Stadtgrenze Dortmund und Autobahnanschluss Schwerte sein Ende finden können.