Basilikum – Sonne von der Fensterbank

Wochenkurier Kräutergarten
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Von Helga Rietig, Heilpraktikerin

Basilikum kommt ursprünglich aus den Tropen Afrikas und Asiens. Das Gewächs bringt uns die Sonne ins Haus, die Sonne auf den Teller. Es gibt verschiedene Basilikumarten, zum Beispiel den Rotblättrigen Basilikum (Dark Opal), Anisbasilikum, Horapa (Thai-Basilikum), Zimtbasilikum, Neapolitanischen Basilikum und Zitronenbasilikum.

Der unverwechselbare und markante Duft entweicht den zahlreichen Öldrüsen der Blätter. Diese enthalten ätherische Öle, unter anderem Linalool und Campher. Basilikum hat neben seinem Duft und dem guten Geschmack eine Reihe positiver medizinischer Eigenschaften. Dazu zählen vor allem die Linderung von Blähungen, Halserkrankungen und Erkältungen.

Vorbeugend immer mal ein Blättchen zu knabbern lohnt sich und macht guten Atem. Auch als Mittel gegen Fieber und Stress wurde früher Gartenbasilikum als Tee oder pur verabreicht.

Das Kraut besitzt blutdrucksenkende, entzündungshemmende, schmerzlindernde und entkrampfende Eigenschaften. Basilikum ist als Heilkraut bereits seit der Antike bekannt und wurde damals gegen viele Beschwerden eingesetzt. Früher wurde das Kraut sogar bei Herzleiden oder bei „Ohnmacht“ verwendet. Äußerlich wurde Basilikum meist zur Behandlung von Warzen und eingerissener Haut verabreicht.

Gelegentlich findet Basilikum auch heute noch unterstützend bei folgenden Beschwerden und Krankheiten seine Verwendung: bei Gelenkschmerzen, Arthritis, Ekzemen, Akne, leichten Verdauungsbeschwerden, grippalen Infekten und Migräne. Möglicherweise wirkt er auch vorbeugend und unterstützend bei Hepatitis.

Forschungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die ätherischen Öle des Basilikums womöglich wirksam gegen bestimmte Typen von Herpes- und Hepatitisviren sein können. Möglicherweise kann ein Wirkstoffkomplex in Zukunft dabei helfen, Krankheiten wie Hepatitis oder auch Bindehautentzündungen zumindest unterstützend zu behandeln. Weitere Forschungen stehen jedoch noch aus.

Nebenwirkungen: Aufgrund des hohen Estradiolgehaltes wird davon abgeraten, Basilikum ausschließlich für Therapiezwecke einzusetzen. In der Schwangerschaft sollte Basilikum ebenfalls nicht in hohen Dosen verwendet werden, da der enthaltende Campher Gebärmutterkrämpfe verursachen könnte.

Aber auf unserem Teller ist Basilikum ein duftender Genuss, ein Grün, dass das Herz erfreut – und ein gesundes natürliches Nahrungsergänzungsmittel.

Alles Gute wünschen die Naturheilpraxis Helga Rietig und Ferdinand Ziese, der kräuterkundige Nachtwächter von Schwerte

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