Begegnung in Krasnodar: Neue Schwerter Impulse für Pflege der deutsch-russischen Beziehungen

Dr. Natalia Kashirina von der Staatlichen Universität Pjatigorsk und der Schwerter „Netzwerker“ Ulrich Kopitz nahmen ebenfalls an der Städtepartnerschaftskonferenz in Krasnodar teil. (Foto: privat) Einen Gruß aus dem Orbit sendete der russische Kommandant

Dr. Natalia Kashirina von der Staatlichen Universität Pjatigorsk und der Schwerter „Netzwerker“ Ulrich Kopitz nahmen ebenfalls an der Städtepartnerschaftskonferenz in Krasnodar teil. (Foto: privat) Einen Gruß aus dem Orbit sendete der russische Kommandant

Krasnodar/Schwerte. (NO) Unter dem Motto „Kontakte knüpfen – Projekte anstoßen – Vertrauen stärken: Impulse für die deutsch-russischen Beziehungen“ fand vom 28. bis zum 30. Juni im rund 830.000 Einwohner zählenden Krasnodar die 14. Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz statt. Über 600 Vertreter aus deutschen und russischen Städten, Gemeinden, Bürgerorganisationen und Wirtschaft, darunter viele Bürgermeister, waren in den Süden Russlands gekommen, um über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven in der deutsch-russischen kommunalen Zusammenarbeit zu diskutieren.
Mit dabei waren auch der Schwerter Ulrich Kopitz, diesmal als Vertreter der Städtepartnerschaftsgesellschaft Hagen-Smolensk, und Dr. Natalia Kashirina, Lehrbeauftragte der Staatlichen Universität Pjatigorsk und dort Koordinatorin für internationale Beziehungen. Pjatigorsk ist bereits seit 25 Jahren Partnerstadt von Schwerte.
Dr. Kaschirina begleitete 2015 eine Schwerter Gruppe um Ulrich Kopitz bei ihrem Aufenthalt in der Partnerstadt Pjatigorsk und war im vergangenen Jahr auf Einladung der Dortmunder Auslandsgesellschaft gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. Dmitry Yurchenko auch in der Ruhrstadt zu Gast.
Außenminister setzten Zeichen
Mit der Teilnahme der beiden Außenminister Sigmar Gabriel und Sergej Lawrow an der Eröffnungsfeier erhielt die Konferenz auch von politischer Seite Unterstützung. Beide Außenminister betonten in ihrer Eröffnungsrede die Wichtigkeit des Austauschs auf kommunaler Ebene insbesondere in politisch schwierigen Zeiten. Trotz mancher Differenzen in der Politik dürfe man nicht auf den Kontakt der Zivilgesellschaften verzichten, sagte Sigmar Gabriel.
Dialog auch mit Sport
Mit Blick auf die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Russland 2018 lag bei der Städtepartnerschaftskonferenz in Krasnodar ein besonderer Fokus auf dem Sport als Chance für den Bürgerdialog. So fand im Rahmen der Konferenz das Turnier „Straßenfußball für Toleranz“ statt, zudem auch Außenminister Gabriel am Morgen des 29. Juni gekommen war, um mit den jungen Spielern aus Deutschland und Russland über Fairplay im Sport zu sprechen. Weiter beinhaltete das sportliche Rahmenprogramm einen Freundschaftslauf durch Krasnodar.
Erstmals Jugendforum
Parallel zur Konferenz fand auf Initiative der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und durch das Auswärtige Amt gefördert erstmals im Rahmen einer Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz ein Jugendforum statt. Über 100 junge Menschen aus russischen und deutschen Städtepartnerschaften entwickelten gemeinsam Projektideen und lernten, wie sie Projekte durch Fundraising und Know-how an den Start bringen können.
Vom Engagement der Jugendlichen war auch der ehemalige Lehrer Ulrich Kopitz aus Schwerte besonders begeistert: „Es wäre zu wünschen, wenn viele junge Leute die Gelegenheit erhalten würden, uns in Deutschland zu besuchen!“ Auch Dr. Natalia Kashirina von der Staatlichen Universität Pjatirgorsk ist an einem weiteren Austausch gelegen. Mitterweile bestehen gute Kontakte mit der Dortmunder Auslandsgesellschaft. In diesem Rahmen könnte im September auch ein Besuch in Schwerte möglich werden.
Zum Abschluss übergab Krasnodars Oberbürgermeister Evgenij Perwyshow den Staffelstab an den Landkreis Düren. Die „aufregendste Region Europas“ ist in 2019 Austragungsort der kommenden Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz. Einen ganz besonderen Gruß aus dem Orbit sendete der russische Astronaut Fjodor Jurtschichin von der Internationalen Raumstation ISS. Jurtschichin stammt aus Mytitschi, der Partnerstadt von Düren.