Bodendenkmal Im Ohl: Kennzeichnung fällig

Bei einer Ortsbegehung wurden die Reste der 1000 Jahre alten Wallanlage Im Ohl besichtigt

Bei einer Ortsbegehung wurden die Reste der 1000 Jahre alten Wallanlage Im Ohl besichtigt, die viele Schwerter für einen Bombenkrater halten. (Foto: Norbert Fendler)

Villigst. (NO) Bundeskulturwart Dr. Peter Kracht traf sich in dieser Woche mit Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Schwerte-Süd und Heimatforscher Ferdinand Ziese, um das Bodendenkmal „Untere Wallanlage Im Ohl“ auf der Anhöhe gegenüber von Haus Villigst in Augenschein zu nehmen.

Es handelt sich dabei keinesfalls um einen Bombenkrater, sondern, so Ziese, um die Reste einer etwa 1000 Jahre alten Ringwallanlage, die ursprünglich von Palisaden eingefasst war und der Bevölkerung bei Gefahr eine Rückzugsmöglichkeit bot. Die Anlage stand mit einer weiteren Wallburg am Ochsenhügel in Wandhofen (die nahezu vollständig zerstört ist) und der frühen Hohensyburg in Verbindung.
Die Reste der Anlage in Villigst wurde bereits 1991 als Bodendenkmal in die Denkmalliste eingetragen. Eine Kennzeichnung als solches ist aber bis heute nicht erfolgt.
Die untere Denkmalsbehörde in Schwerte hat auf Nachfrage die Auskunft erteilt, dass sie den Vorgang weiter prüfen werde. Der SPD Ortsverband Schwerte-Süd möchten durch die Begehung mit dem Bundeskulturwart des Deutschen Wanderverbandes diesen Prozess etwas beschleunigen, zumal das Bodendenkmal durch Mountain-Biker weiteren Schaden nimmt.
Die Kennzeichnung der 1000 Jahre alten Wallburg Im Ohl soll durch ein Schild inklusive Informationen über den geschichtlichen Hintergrund der Anlage erfolgen. Die Kosten würde der SPD-Ortsverein übernehmen.