Bürgermeisterwahl in Schwerte: Parteilose Kandidaten stellten sich vor

Schwerte. (NO) Die Wählervereinigung für Schwerte (WfS) präsentiert für die Bürgermeisterwahl zwar keinen eigenen Kandidaten, hat aber einen Infoabend organisiert, um den Schwerter Bürgerinnen und Bürgern eine breitere Entscheidungsgrundlage zu verschaffen. Die Vorstellung der parteilosen Kandidaten ging am Mittwochabend in der Rohrmeisterei über die Bühne – vor einem recht überschaubaren Publikum von nur rund 60 Interessierten.

Die von den Parteien unterstützten Bewerber – Mork, Axourgos – waren nicht anwesend, Thorsten Heller hatte vorher seine Kandidatur zurückgezogen, war aber als Zuschauer dabei, Jens Kritzler war krank. So stellten sich denn nach der sehr ausführlichen Anmoderation von Prof. Dr. Peter Nisipeanu nur Stefan Barthel, Christiane Ganzke und Dirk Hanné der doch recht kleinen Schar Interessierter.

Christiane Ganske (Foto: Norbert Fendler)

190 Unterschriften sind für die Zulassung zur Bürgermeisterwahl notwendig. Ganzke und Barthel haben wohl noch nicht alle zusammen, Hanné nach eigenen Bekunden schon. Und es könnten nach seinen Vorstellungen gut und gerne 2500 werden.

Einblicke ins Amt

Zunächst verschafften die Bürgermeisterinnen von Holzwickede, Ulrike Drossel, und von Nachrodt-Wiblingwerde, Birgit Tupat, die ebenfalls auf Einladung der WfS gekommen waren, dem Publikum einen Einblick in die Aufgaben, Handlungsmöglichkeiten und den meist aufreibenden Alltag im Bürgermeisteramt. Zwölf-Stunden-Tage, verplante Wochenenden, kaum Freizeit – das Bürgermeisteramt ist alles andere als ein Spaziergang.

Dirk Hanné (Foto: Norbert Fendler)

Dann ergriff das ehemalige SPD-Mitglied Stefan Barthel das Mikrophon und rückte seine Kernbereiche Stadtfinanzen, Verkehr und Stadtentwicklung in den Fokus. Als bodenständige Pragmatikerin, die keine Versprechen abgeben möchte, die sie nicht halten kann, präsentierte sich Christiane Ganske. Mit der ihm eigenen Theatralik stellte sich Dirk Hanné als kultur- und traditionsbewusster Familienmensch vor, verwies auf seine große Erfahrung im unternehmerischen und handwerklichen Bereich und betonte seine „1a“-Problemlösungskompetenz.

Alle drei Kandidaten erteilten Steuererhöhungen eine Absage, sprachen sich aber für eine Ausweisung von neuen Baugebieten aus. Alles in allem eine Veranstaltung, die bei geringem Bürgerinteresse nur einen ersten Eindruck von den parteilosen Bürgermeisterkandidaten vermitteln konnte.