BVB-Kicker beim wk zu Gast

Beim 25. Jubiläum des Schwerter wochenkuriers statteten auch die Profifußballer Christian Kampmann (l.) und Jonas Hofmann unserer Geschäftsstelle einen Besuch ab. Beide kicken für die U 23 von Borussia Dortmund II. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (NO) Schwarz-gelber Besuch an der Friedensstraße 36: Bei unserer Aktionswoche anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des wochenkuriers Schwerte besuchten unter anderem auch zwei Fußballprofis vom BVB unsere Geschäftsstelle. Christian Knappmann und Jonas Hofmann gehören der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund an, die in der 3. Liga spielt. Talent, Ehrgeiz, Leidenschaft: diese Kombination treibt auch diese beiden Berufsfußballer an. Ja, auch in der Zweiten kann man ganz gut als Profikicker leben.

Christian Knappmann: Spielerprofil

Christian Knappmann (19) wurde am 19. März 1981 in Düsseldorf geboren und ist mit seinen 32 Jahren schon fast ein „Senior“ im Spielbetrieb – aber auch ein verlässlicher Pol, einer, der die Fäden zusammenhält. Seine Position: Mittelstürmer; Größe: 1,95; Fuß: links; Marktwert: 200.000 Euro. Seit dem 1. Januar 2013 ist Knappmann bei der U-23-Mannschaft von BVB II. Er lebt in Gütersloh, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

In seiner Jugend spielte Christian Knappmann unter anderen für Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach. Einige weitere Stationen: Kickers Offenbach, TuS Koblenz, KFC Uerdingen 05. 2011 wechselte Knappmann zum Wuppertaler SV, einem seiner ehemaligen Jugendvereine, bevor er den Weg zum BVB 09 fand. Erfolge: Torschützenkönig der Regionalliga West in der Saison 2009/10 mit 16 Toren und in der Saison 2011/12 mit 30 Toren.

Jonas Hofmann: Spielerprofil

Jonas Hofmann (7) wurde am 14. Juli 1992 in Heidelberg geboren. Seine Position: Mittelfeld/Rechtsaußen; Größe: 1,76; Fuß: rechts; Marktwert: 200.000 Euro. Der 20-Jährige ist seit dem 1. Juli 2011 bei der U 23 von Borussia Dortmund II.

Jonas Hofmann begann seine Karriere in der Bambinimannschaft des FC Rot in der Gemeinde St. Leon-Rot. 2004 wechselte er in die Jugend der TSG 1899 Hoffenheim. Zwischen 2009 und 2010 spielte er für die U-18-Nationalmannschaft. In der A-Jugend-Saison 2010/11 kickte er in der U-19-Bundesliga und zeigte sich mit neun Toren in 18 Spielen sehr torgefährlich. Sein Ligadebüt im schwarz-gelben Trikot gab Hofmann am 6. August beim 2:0-Auswärtssieg beim 1. FC Kaiserslautern II und erzielte gleich sein erstes Saisontor.

Am 16. Dezember debütierte Hofmann in der Bundesliga, als beim 3:1-Auswärtssieg gegen seinen alten Verein, die TSG 1899 Hoffenheim, in der 89. Spielminute für Mario Götze eingewechselt wurde. Im Januar dieses Jahres durfte er dann im Trainingslager der ersten Mannschaft in Spanien die Vorbereitung auf die Rückrunde 2012/13 mitmachen. Jonas Hofmann wohnt in Dortmund, fährt aber, wenn es seine Zeit zulässt, gern hin und wieder nach Heidelberg.

wk: Herr Hofmann, wie haben Sie den Wechsel nach Dortmund erlebt?

Hofmann: Na ja, Dortmund ist schon eine ziemlich große Hausnummer. Die Stadt lebt ja regelrecht vom BVB, die ganzen Fahnen, Aufkleber, die Atmosphäre. Die Präsenz des Vereins ist sehr massiv und ziemlich beindruckend.

wk: Herr Knappmann, sie sind ja mit ihren 32 Jahren als Fußballprofi schon im fortgeschrittenen Alter. Wie lang dauert eine Fußballerkarriere in der Regel und welche Zukunftspläne haben Sie?

Knappmann: So bis 35 Jahre kann man normalerweise auf dem Platz bleiben. Ich soll ja in der U 23 von BVB 2 den Profi vorleben, das Team sozusagen zusammenhalten. Wenn mal Schluss ist mit dem Leben als Berufsfußballer, möchte ich auf jeden Fall im operativen Geschäft bleiben, als Berater oder Trainer zum Beispiel.

wk: Herr Hofmann, im Gegensatz zu ihrem Teamkollegen Knappmann haben Sie noch keine Familie. Was machen Sie in ihrer Freizeit, wenn Sie nicht mal nach Heidelberg fahren?

Hofmann: Es mag viele überraschen, aber ich verbringe viel Zeit mit der Mannschaft. Irgendwie ist das auch wie eine Familie.

wk: Kann man ihren Einsatz als Profifußballer mit einem normalen Berufsleben vergleichen?

Knappmann: Bedingt. Wir haben natürlich einen vollen Terminkalender mit diversen Trainingseinheit, Fitnessprogrammen und Spielen am Wochenende. Zwischendurch steht die individuelle Aufbereitung mit Physiotherapeuten auf dem Programm, dazu kommen noch ein paar Stündchen Video-Spielanalysen allein oder in der Gruppe. Über Langeweile können wir uns also nicht beklagen, aber wir haben uns dieses Leben ja ausgesucht. Und es macht ja auch Spaß, sonst würden wir den Job nicht machen.

Hofmann: Allerdings ist bei uns der Druck nicht so groß wie in der 1. Mannschaft. Nicht in der ersten Reihe im Rampenlicht zu stehen kann auch ein Vorteil sein. Wir können uns noch frei bewegen und stehen nicht ständig unter Beobachtung wie die ganz Großen im Geschäft. Die haben ja nicht mal im Urlaub ihre Ruhe…

wk: Also keine Ambitionen auf einen Aufstieg in die erste Mannschaft?

Hofmann (grinst): Na ja, so meine ich das nun auch nicht… Wer oben ist, muss eben seinen Preis dafür zahlen.

wk: Haben Sie eigentlich mal Jürgen Klopp kennengelernt? Wenn ja, wie ist er denn so?

Knappmann: Ja, wir sind uns schon mal über den Weg gelaufen. Klopp ist in Ordnung.

Hofmann: Kann ich nur bestätigen. Echt sympatisch. Und authentisch. Er kommt ganz gradlinig rüber.

wk: Herr Knappmann, Herr Hofmann, vielen Dank für Ihren Besuch und weiterhin viel Erfolg beim BVB!