Schwerte. Ein interessantes, vielleicht extravagantes Konzert ist am Sonntag, 4. November, ab 17 Uhr in St. Marien an der Goethestraße 22 zu hören, wenn sich die drei Musiker Peter Blaschke (Gitarren), Michael Blaschke (Drums und Schlagwerk) und Michael Störmer (Kirchenorgel) – zum gemeinsamen Musizieren treffen.

Auf den ersten Blick scheint die Instrumentenzusammenstellung etwas gewagt, denn gerade die Kirchenorgel wirkt im ersten Moment wie ein musikalischer Fremdkörper. Aber gerade das meint der Begriff „Crossover“. Gemeint ist ein musikalischer Brückenschlag im Sinne der ungewöhnlichen Instrumentierung und der Zusammenstellung verschiedener Musikgenres zu einem konzerthaften Ganzen.

Brückenschlag

Dekanatskantor der Diözese Paderborn Störmer, der sich musikalisch auch immer gerne in der populären Musikszene aufhält, hat schon in vielen Konzerten der Kirchenorgel einen breiteren Raum gegeben. In Peter und Michael Blaschke trifft er hier auf zwei Musiker, die sich in verschiedenen Musikszenen und mit zahlreichen Musikprojekten in unterschiedlichen Genres musikalisch beheimatet fühlen. Alle drei musizieren gemeinsam seit fast 20 Jahren regelmäßig zu unterschiedlichen Anlässen.

Experimentierfreude

Bei dem aktuellen „Crossover“ Program ist wieder die Experimentier-freude die erste Voraussetzung für die Zusammenarbeit. Es gilt herauszufinden, wie die Instrumente zusammen klingen und wie die Akustik des Kirchenraumes das Zusammenspiel aufnimmt. Sehr schnell wird klar, dass die Raumakustik fast ein vierter Mitspieler ist und jedes Zusammenspiel prägt.

Es wird leise, sehr melodisch gehaltene Teile geben, wie auch laute und kräftige Teile, die dem Zuhörer vielleicht fremd und sicher ungewöhnlich anmuten.

„Wir wünschen uns ein Publikum, das sich auf unsere Musik einlässt. Denn für den Hörenden ist es genauso immer wieder ein Experiment wie für uns Spielenden“, so die Musiker.

Die Musiker spielen das rund einstündige Programm auf der Orgelbühne, was dem Publikum einen unverstellten Blick auf den besonders illuminierten Kirchenraum ermöglicht. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.