Daumen drücken für Klems und Nebgen

Schwerte. Die Studierenden-Weltmeisterschaft (WUC) Futsal begann am vergangenen Sonntag, 3. Juli im brasilianischen Goiania. Bis zum Sonntag, 10. Juli, finden die Vorrundenspiele und Finals in der zentralbrasilianischen Hochebene statt.
Deutschland ist mit einer hochkarätigen Studierenden-Nationalmannschaft im Gründungsland des Futsals vertreten. Unter anderem sind zwei Schwerter Holzpfosten nominiert worden. Nils Klems (Uni Düsseldorf) und Marc Nebgen (TU Dortmund) vom heimischen Futsal-Spitzenteam gehören zur deutschen Hochschulauswahl. Für Klems ist es nach 2014 bereits die zweite Weltmeisterschaftsteilnahme. Nachdem es 2014 noch um eine Standortbestimmung ging, möchte das deutsche Team diesmal angreifen. Auch wenn gleich in der Vorrunde mit China und dem amtierenden WUC-Sieger Russland zwei starke Teams auf Deutschland warteten, gelang dies. 2:5 hieß es gegen den russischen Weltmeister, aber mit dem 7:3-Sieg über China wurde das Viertelfinale erreicht.
Neben dem deutschen Team kämpfen elf weitere Länder bei der WUC eine Woche lang um den Titel.
Die russische Mannschaft sowie die Gastgeber aus Brasilien gelten als Titelfavorit, da beide Länder Spieler aus der A-Nationalmannschaft und der nationalen ersten Futsalliga nominiert haben. Doch Trainer adh-Disziplinchef Georg von Coelln sieht auch bei der jungen deutschen Mannschaft ein großes Potenzial. „Die Auswahl Chinas werden wir sicher nicht unterschätzen, dennoch erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe, wenn wir es schaffen als Einheit aufzutreten und jeder Spieler seine individuellen Qualitäten einbringen kann“, sagte er vor der Partie. Kapitän Klems gelang sogar ein Treffer für die deutsche Auswahl.
Dank der Kooperation mit dem Deutschen Fußball Bund (DFB) ist es dem Disziplinchef gelungen fünf Spieler aus der A-Nationalmannschaft Futsal und zwei weitere Spieler aus dem erweiterten Kader für die WUC zu nominieren. Dem DFB dient die WUC laut Coelln auch als eine kleine Standortbestimmung für den Futsal in Deutschland im internationalen Vergleich. „Wir werden alle unser Bestes geben, Deutschland würdig zu vertreten“, verspricht der Disziplinchef.
Am heutigen Freitag steht das Viertelfinale gegen Gastgeber Brasilien auf dem Programm. Ein Sieg wäre eine große Überraschung, aber nach dem deutlichen Sieg geht die deutsche Mannschaft mit viel Selbstbewusstsein in die Begegnung.