Der Wuckenhof in Schwerte – eine Einladung an die ganze Stadt

Wuckenhof Schwerte
Eine „Black Box“, die es füllen gilt: KuWeBe-Mitarbeiterin Andrea Reinecke und der stellvertretende KuWeBe-Vorstand Matthias Hein wünschen sich eine „sensible Nutzung“ der Wuckenhof-Räume rechts neben dem Eingang, solange das Nutzungskonzept für das denkmalgeschützte Gebäude noch nicht steht. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. Eines der markantesten Gebäude der Stadt ist der Wuckenhof. „Und eines der wandelbarsten dazu“, weiß auch der stellvertretende KuWeBe-Vorstand Matthias Hein. Das historische Gebäude in der Mitte der „Kulturachse“ zwischen Altem Rathaus, dem St. Viktor-Gemeindezentrum und der Rohrmeisterei, das vor noch nicht allzu langer Zeit Heimat des Kunstvereins war, wartet auf Pläne für die Zukunft.

Pläne wurden auch schon von der SPD vorgestellt. Doch solange die Prüfung der Nutzungsmöglichkeiten dauert, können keine Nägel mit Köpfen gemacht werden. Also gilt es erst einmal, für die nächsten zwei, drei Jahre möglichst kunstvoll auf niedriger Ebene zu improvisieren.

„Sensible Nutzung“

Andrea Reinecke vom KuWeBe, in dessen Besitz sich das Gebäude befindet, macht sich Gedanken und hat ein Konzept zur „sensiblen Nutzung“ insbesondere für die beiden Räume rechts des Eingangs erarbeitet. Ein Empfang zum Welttheater, ein Raum, um Danke zu sagen für das Engagement von Aktiven, ein Ort, um während des Welttheaters eine kleine „Pop-Up“-Ausstellung zu präsentieren oder ein Heimat-Labor auf Zeit: Vieles ist möglich. Matthias Hein: „Es ist schlicht Verschwendung, wenn wir die Räume nicht im Rahmen des Möglichen nutzen. Auch um das Angebot der KuWeBe-Betriebe flankierend zu begleiten.“

Eine „Black Box“

Andrea Reinecke sieht den Wuckenhof als „Black Box“. Sie gelte es zu befüllen, Energie soll aufgenommen und verwandelt werden. „Dieser urbane Raum soll immer auch die Überraschung und Improvisation mit einschließen.“ Ihr Konzept sieht sie als thematische Klammer vor, die es Vereinen und Verbänden, Künstlern und Kulturschaffenden ermöglicht, sich einzubringen und zu beteiligen. Und es bleibt Raum für Eigenengagement.

Markanter Ausbau

„Der markante Ausbau durch den Kunstverein seinerzeit ist immer noch eindrucksvoll und gibt dem alten Architekturkonstrukt eine moderne, zeitgemäße und flexible Optik. Die Mischung aus leicht und sperrig hat mich schon immer fasziniert und so freue ich mich, die Fäden zusammenzuführen“, sagt Andrea Reinecke.

Der Wuckenhof als Einladung an die ganze Stadt: Der KuWeBe ist für Vorschläge offen. Und wer weiß: Nichts ist so haltbar wie ein Provisorium.