Deutsch-Russische Fußballbrücken: Junge Kicker sind startbereit

Im Dortmunder Fußballmuseum wurde das Projekt „Deutsch-Russische Fußballbrücken“ mit den Beteiligten aus NRW auf lokaler Ebene vorgestellt. Auch der Dortmunder OB Ullrich Sierau (l.) unterstützt den sportlichen Brückenschlag. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte/Hennen. (NO) Die Schwerterin Kim Potthof und die Dortmunderin Mara Steinborn sind aktiv in der Spielvereinigung Berghofen. Julian Stommel und Julian Höll kommen aus Hennen und gehören dem SC Hennen an. Bald fahren die jungen Sportlerinnen und Sportler, alle 18 Jahre alt bis auf den noch 17-jährigen Julian Höll, nach Russland. Zum ersten Mal – zum Kicken. Um mit Sport Brücken der Freundschaft zu bauen. Los geht es am 15. Juni. Die Vorfreude steigt, die Spannung auch.

Reise in drei WM-Städte

Im Rahmen der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland führt das Deutsch-Russische Forum gemeinsam mit der Brandenburgischen Sportjugend im Landessportbund Brandenburg und dem Deutschen Fußball-Bund vom 15. bis 27. Juni das Projekt „Deutsch-Russische Fußballbrücken“ durch. Auf dem Programm steht eine Reise in drei WM-Städte für fußballbegeisterte Jugendliche aus Deutschland und Russland.

Gefördert wird das Projekt vom Auswärtigen Amt, dem Deutschen Fußball-Bund, dem Land Brandenburg, der F.C. – Flickstiftung, der Deutschen Sportjugend und vom Landessportbund Brandenburg. Auf lokaler Ebene vorgestellt wurde der sportliche Brückenschlag vor einer Woche im Fußballmuseum in Dortmund, woran auch die oben genannten Sportlerinnen und Sportler aus der heimischen Region teilnahmen.

Station auch in Sotschi

Bei den „Deutsch-Russischen Fußballbrücken“ werden sich die Teilnehmer auf eine abenteuerreiche Zugreise von St. Petersburg über Rostow am Don bis nach Sotschi begeben – mit spannenden Teamschulungen, Straßenfußballturnieren und Freundschaftsspielen. Als besonderes Highlight steht der Besuch des WM-Spiels zwischen Deutschland und Schweden am 23. Juni in Sotschi auf dem Programm.

Von deutscher Seite nehmen 42 jugendliche Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 27 Jahren aus neun Bundesländern teil. Insgesamt sind Teilnehmer aus 26 verschiedenen Fußballvereinen sowie fünf weiteren Sportvereinen beteiligt, darunter Übungsleiter, Spielerinnen und Spieler sowie Vereinsvorstandsmitglieder. Von russischer Seite gehen zehn Teilnehmer mit auf Reisen, rund 400 russische Turnierteilnehmer erwarten die Reisegruppe an den Austragungsorten. Über 90 russische Helfer und Unterstützer sind an der Organisation und Betreuung beteiligt.

Mit der Einbeziehung von Teilnehmern auch aus den Partnerstädten Schwerte und Pjatigorsk sowie Hagen und Smolensk sollen auch die die städtepartnerschaftlichen Beziehungen unterstützt werden.

Uli Kopitz ist der Team-Verantwortliche

Die Dortmunderin Mara Steinborn, die Schwerterin Kim Potthof (beide von der SV Berghofen), Julian Stommel und Julian Höll vom SC Hennen (v.l.) wollen Fußballbrücken bauen und fahren in Kürze zum Kicken nach Russland. Betreut werden sie vom NRW-Team-Verantwortlichen Uli Kopitz (r.) aus Schwerte. (Foto: Norbert Fendler)

Betreut werden Kim Potthof, Mara Steinborn, Julian Stommel und Julian Höll wie auch weitere junge Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen vom NRW-Team-Verantwortlichen Uli Kopitz. Der Schwerter ist ein „alter Hase“, was den Austausch unter anderem mit Russland angeht und auch im Beirat der örtlichen Städtepartnerschaftsgesellschaft aktiv. Nach Pjatigorsk hat er, was jeder in Schwerte weiß, einen heißen Draht.

Der ehemalige Lehrer an der Ricarda-Huch-Schule in Hagen hat sich als einer der ersten hierzulande für internationale Schulpatenschaften engagiert und sich immer auch den sportlichen Austausch engagiert. „Seine Bewerbung um die Mitarbeit an den Fußballbrücken war für uns ein Glücksfall“, so Projektleiter Uwe Koch von der Brandenburgischen Sportjugend.

Der Wochenkurier wird in Kürze über die Erlebnisse von Kim Potthof, Mara Steinborn, Julian Stommel und Julian Höll bei den „Deutsch-Russischen Fußballbrücken“ berichten.