Die Seele singt mit

Rita Kreisel - mit Gitarre - und einige Mitglieder des VHS-Kreises „Lauschendes Singen“ ließen auf dem Schwerter Marktplatz probeweise ihre Stimmen ertönen. Jetzt freut sich die 51-Jährige, die beruflich im Marienkrankenhaus tätig ist, auf die erste Schwerter „Nacht der spirituellen Lieder“ am Samstag, 2. Juni 2012, in St. Christophorus. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (NO) „Die Erziehung zur Musik ist von höchster Wichtigkeit, weil Rhythmus und Harmonie machtvoll in das Innerste der Seele dringen!“ Sagte schon der griechische Philosoph Platon (427 bis 347 v. Chr.). Dem kann Rita Kreisel aus eigener Erfahrung und ganzem Herzen zustimmen. Seit Jahren lädt die Schwerterin Interessierte, vor allem Damen, an der Volkshochschule zum „Lauschenden Singen“ ein. Dabei steht Harmonie, nicht Meisterschaft im Mittelpunkt – gemäß dem Motto „Es wäre still im Wald, wenn nur die besten Vögel darin sängen.“

Zudem engagiert sich Rita Kreisel, beruflich tätig am Marienkrankenhaus, für das Projekt „Singende Krankenhäuser“. Jetzt freut sich die 51-Jährige, alle Interessierte passend zum „Day of Song“ am Samstag, 2. Juni 2012, zur ersten Schwerter „Nacht der Spirituellen Lieder“ einzuladen.

Balsam für die Seele

Singen macht nicht nur glücklich, es birgt auch enorme heilende Potentiale. Nicht nur als eine Art Resonanztherapie, sondern weil im besten Falle, siehe Platon, die ganze Seele mitschwingt. Wenn Rita Kreisel, die schon als 20-Jährige mit ihrer Gitarre durch heimische Gefilde „tingelte“, mit den rund 16 Mitglieder des VHS-Kreises „Lauschendes Singen“ die Stimme erklingen lässt, reicht die Musikauswahl von beschwingt bis meditativ. Mitmachen kann jede(r), eine „chortaugliche“ Stimme wird nicht vorausgesetzt.

Singende Krankenhäuser

Die gesundheitsfördernden Aspekte gemeinsamen Singens nutzt die Schwerterin auch in ihrem Singekreis im Marienkrankenhaus. Mit dem Verein „Singende Krankenhäuser“, einem internationalen Netzwerk zur Förderung des Singens in Gesundheitseinrichtungen, steht sie in enger Verbindung. „Es gibt kein besseres und wirksameres Mittel, das psychoemotionale Belastungen auflöst, Lebensmut stärkt und Selbstheilungskräfte aktiviert als das Singen.“ Das sagt Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Gerald Hüther von der Universität Göttingen, Mannheim/Heidelberg, renommierter Neurobiologe und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Singende Krankenhäuser e.V..

Nacht der spirituellen Lieder

Rita Kreisel nahm im April anläßlich der Jahrestagung von „Singende Krankenhäuser“ an einem Workshop des Pianisten, Sängers und Chorleiters Joachim Goerke teil und war spontan so begeistert, dass sie ihn für ein Konzert nach Schwerte einlud. In der Gestaltung von Liedernächten hat Goerke langjährige Erfahrung. Bei der erste Schwerter „Nacht der spirituellen Lieder“, die am Samstag, 2. Juni 2012, ab 20 Uhr in der St. Christophorus-Kirche in Holzen stattfindet, tritt die auch über Schwertes Stadtgrenzen hinaus aktive Singgruppenleiterin jedoch nicht nur als Organisatorin und Veranstaltungsleiterin in Erscheinung, sondern wirkt auch selber mit. Weiterhin freut sie sich auf Mara Eppinger aus Bochum, selbst langjährige Singgruppenleiterin. Als spezieller Gast wurde zudem der finnische Komponist und Sänger Jukka Kuoppamäki eingeladen.

Melodie des Lebens

Das Konzert soll bis etwa Mitternacht dauern, die Mitwirkung der Besucher ist ausdrücklich erwünscht. Ebenso eine Spende im Richtwert von rund 10 Euro zugunsten des Vereins „Singende Krankenhäuser“ und der Gemeindegruppe Asyl Schwerte. Für ihr weiteres Wirken erhofft sich Rita Kreisel, „dass die heilsamen Lieder dazu beitragen, Schönes, Berührendes, Beglückendes und Mitgefühl in die Welt bringen, frei nach dem Motto: ,Lass‘ mich die Melodie meines Lebens finden!‘“