Diethild Dudeck hat Schwerte über viele Jahrzehnte hinweg geprägt

Sie hat Schwerte geprägt: Diethild Dudeck verstarb kurz vor Vollendung ihres 86. Lebensjahres. (Foto: Norbert Fendler)

Sie hat Schwerte geprägt: Diethild Dudeck verstarb kurz vor Vollendung ihres 86. Lebensjahres. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (Red.) Diethild Dudeck ist tot. Die allseits bekannte und hoch respektierte Schwerterin verstarb am Freitag, 4. August, kurz vor Vollendung ihres 86. Lebensjahres. Sie hat sich zahlreiche Verdienste um ihre geliebte Heimatstadt erworben. In der „Hansestadt an der Ruhr“ werden ihre Spuren lebendig bleiben.
Nachruf des Bürgermeisters
In einem Nachruf und mittels eines Kondolenzschreibens hat Bürgermeister Heinrich Böckelühr für den Rat und die Verwaltung der Stadt Schwerte wie auch persönlich sein Mitgefühl zum Tode der Ehrenringträgerin der Stadt Schwerte und Ehrenoberschichtmeisterin, Diethild Dudeck, zum Ausdruck gebracht.
Große Lücke gerissen
Im Kondolenzschreiben heißt es: „Der Verlust reißt menschlich eine sehr große Lücke in unsere Gemeinschaft. Aufgrund ihres Lebenswerkes im Nachbarschafts- und Schichtwesen sowie im Schwerter Hanseverein hat sich Diethild Dudeck in außergewöhnlichem Maße um das Wohl und Ansehen der Stadt Schwerte verdient gemacht. Ihr großes soziales Engagement und ihre offene, lebensfrohe Art werden vielen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Schwerte in Erinnerung bleiben.“
Viele Aktionen ins Leben gerufen
Im Nachruf werden die außerordentlichen Verdienste der gebürtigen Schwerterin besonders gewürdigt: „Durch ihren Elan und ihren unermüdlichen Einsatz wurden zahlreiche Traditionen, wie das bei den Schwerter Bürgerinnen und Bürgern so beliebte Pannekaukenfest und die Aktion ‚Schwerte putzt munter‘ ins Leben gerufen. Ihr soziales Engagement führte sie auch zur Hospiz-Initiative Schwerte. Dies nahm der Rat der Stadt Schwerte zum Anlass, Diethild Dudeck bereits im Jahr 2004 in Anerkennung ihres hervorragenden Verdienstes rund um das Wohl und Ansehen der Stadt Schwerte und als Initiatorin eines starken bürgerschaftlichen Engagements den Ehrenring der Stadt Schwerte zu verleihen.“
Auch an der Organisation des Westfälischen Hansetag im Jahre 2006 war die Verstorbene maßgeblich beteiligt. Anlässlich dieses Ereignisses wurde der Schwerter Hanseverein e.V. gegründet, den die Verstorbene in den Jahren von 2006 bis 2014 als Vorsitzende führte.
Initiative für „Hansestadt“
Untrennbar bleibe auch der Namenszusatz „Hansestadt an der Ruhr“, „den die Stadt Schwerte seit dem Jahr 2012 stolz trägt, mit der Initiative von Diethild Dudeck und ihrem Hanseverein verbunden“.
Der Nachruf schließt mit den Worten: „Mit Diethild Dudeck verlieren wir einen außergewöhnlichen Menschen, der sowohl von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Schwerte als auch von den Kolleginnen und Kollegen des Rates sehr geschätzt wurde. Wir werden der Verstorbenen ein ehrendes Angedenken bewahren und verneigen uns vor ihrem Lebenswerk. Unser Mitgefühl gehört ihrer Familie und allen Menschen, die um Diethild Dudeck trauern.“
In einer Trauerfeier am gestrigen Freitag um 11 Uhr in der St. Viktor-Kirche nahmen Verwandte, Freunde und Bekannte Abschied von der Verstorbenen. Die Urnenbeisetzung erfolgte im engsten Familienkreis.Hospiz-InitiativeAuch die Mitglieder der Hospiz-Initiative Schwerte sind traurig über den Tod von Diethild Dudeck.Vorsitzender Ludger Wolfgart, Vorsitzender der Hospiz-Iniative: „In der Schwerter Hospiz-Bewegung gehörte sie in den 90er Jahren zu den Frauen der ersten Stunde. Und auch nach der erfolgreichen Gründung des Ise Maria Wuttke-Hauses hat sie in ihren zahlreichen Ämtern die heimische Hospizarbeit weiter gefördert. Motor dafür war nicht nur ihr stetiges Bemühen um das Beste für Schwerte, sondern auch ihr christlich geprägtes Menschenbild: Wertschätzung jedes Lebens.Die sah sie nicht nur in der Hospizarbeit verwirklicht, für einen entsprechenden Umgang miteinander setzte sie sich auch in Gottesdiensten aus entsprechenden Anlässen ein – so (fast bis zuletzt) in den ökumenischen Stadtgebeten zum diesjährigen Reformationsjubiläum. Auch so hat Diethild Dudeck das Bild unserer Stadt nachhaltig geprägt.“