Ergster „Urgestein“ feierte 80. Geburtstag

Am Freitag wurde das Ergster „Urgestein“ und Blumenfreund Bernhard Vickermann 80 Jahre alt. (Foto: Norbert Fendler)
Am Freitag wurde das Ergster „Urgestein“ und Blumenfreund Bernhard Vickermann 80 Jahre alt. (Foto: Norbert Fendler)

Ergste. (NO) „Mitgestalten und verändern!“ Seinem Leitspruch folgend hat Bernhard Vickermann in den vergangenen Jahrzehnten vieles in Bewegung gesetzt in Politik und Nachbarschaft, sich unermüdlich engagiert für Stadt, Ortsteil und, fest im katholischen Glauben verwurzelt, nicht zuletzt für seine Kirche. Am Freitag, 19. Juli 2013,wurde Bernhard Vickermann 80, am Samstag wurde mit Familie und Weggefährten gefeiert. Und keiner der vielen Gratulanten wird wohl etwas dagegen haben, wenn man den Jubilar „Ergster Urgestein“ nennt. Obwohl die Vickermanns, wie man ja weiß, keine Alteingesessenen sind.

Vickermanns Hof

Geboren wurde Bernhard Vickermann am 19. Juli in Opherdicke. 1965 zog die Familie von Deilinghofen nach Ergste um, wo sie im Unterdorf einen Hof pachtete, heute noch vielen Ergstern als Vickermanns Hof bekannt. Als ältester der vielköpfigen Kinderschar – sechs Brüder und eine Schwester – war Bernhard dazu auserkoren, dereinst die elterliche Landwirtschaft zu übernehmen. Doch gab es noch so vieles andere zu tun…

Wegbereiter für St. Monika

Berhard Vickermann, seit 1968 verheiratet, zwei Töchter, zwei Enkel, wurde 1968 Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Ergste-Villigst und organisierte im gleichen Jahr im eher protestantischen Schwerte das erste katholische „Gemeindefest“ auf dem elterlichen Hof. So wurde der Grundstein gelegt für die Entwicklung der katholischen Gemeinschaft des Ortsteils und des Kirchbau- und Gemeindeförderwerks St. Monika, dessen Vorsitz er – neben etlichen anderen außerpolitischen Funktionen und Tätigkeiten – von 1970 bis 2007 innehatte. 1969 kandidierte Bernhard Vickermann erstmals für den Gemeinderat Ergste – womit seine politische Karriere begann.

Politische Karriere

Von 1970 bis 2000 war Bernhard Vickermann 1. Vorsitzender der CDU des Ortsteils und machte die Union zum wichtigen politischen Faktor in Ergste und Schwerte. Er allein warb rund 200 Mitglieder für seine Partei. Weitere Ämter und Funktionen: Stellvertretender Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Schwerte (74 bis 84); Ratsmitglied von 75 bis 99; Stellvertretender Fraktionsvorsitzender von 78 bis 94; Delegierter bei Stadt- , Kreis-, Landes- und Bundesparteitagen von 1974 bis 2004.

Umzug

1979 verließ Bernhard Vickermann, bis dahin Landwirtschaftsmeister, den elterlichen Hof und ließ sich mit seiner Familie 1980 im neuen Haus am Kirchhofsweg 2 nieder. Beruflich war er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1996 als Pflanzenschutztechniker tätig. Neben seinem unermüdlichen Engagement in Kirche und Politik mischte er auch kräftig in der Nachbarschaft mit, war von 1984 bis 2004 Schichtmeister der Nachbarschaft „Alte Ruhr“ und ist seit 2004 Ehrenschichtmeister.

Ehrungen

Im Laufe der Jahre wurden dem tatkräftigen Ergster etliche Auszeichungen verliehen, so das Bundesverdienstkreuz am Bande, die Dr. Eberle-Medaille des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, der Ehrenring der Stadt Schwerte und nicht zuletzt der Päpstliche Orden „Pro ecclesia et pontefice“, worauf der 80-Jährige besonders stolz ist.

Dahlienfreund

Seit 1996 ist der ehemalige Landwirtschaftsmeister und Pflanzenschutztechniker im Ruhestand. Mit besonderer Freude widmet sich Bernhard Vickermann nun seinem Garten und insbesondere den vielen Dahlien. 200 Exemplare verschiedener Sorten und Farben warten schon darauf aufzublühen. Neben den Gartenfreuden hat er aber auch Gefallen an Schiffsreisen gefunden.

Auf einen langen, beindruckenden Lebensweg kann Bernhard Vickermann nun zurückblicken. Sein Erfolgsrezept: „Auf die Leute zugehen, gradlinig sein, nicht nur mitmachen, sondern auch vorangehen!“

Dank sei Gott!

Überlassen wir an dieser Stelle Bernhard Vickermann auch das Schlusswort: „Mein besonderer Dank gilt meiner Familie, die immer voll mitgezogen und mich in jeder Beziehung unterstützt hat, und den vielen Mitstreitern und Mitarbeitern, die mich über die Jahre begleitet haben. In diesem Sinne: Dank sei Gott!“