Flüchtlinge sind gut in Schwerte angekommen

Schwerte. (NO) Die Aufnahme von 153 neuen Flüchtlingen am vergangenen Montag, 10. August 2015,  verlief dank der großen Einsatzbereitschaft städtischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zahlreicher Helfer des Arbeitskreises Asyl problemlos. Vor der Ankunft wurde die Dreifachturnhalle am Stadtpark, die mindestens bis Oktober als Notquartier dient, in abgetrennte Wohnbereiche für jeweils fünf Personen bzw. Familien unterteilt. Etliche Schwerterinnen und Schwerter sorgten zudem mit Spruchbändern und Applaus für einen freundlichen Empfang.

105 der Zugereisten sind männlich, 48 weiblich. 59 Menschen sind unter 18 Jahre, 55 sind 16 Jahre und jünger. Viele Kleinkinder sind unter den Flüchtlingen, auch etliche schwangere Frauen. Zwei Drittel der Personen kommt aus dem Westbalkan (Albanien, Kosovo, Mazedonien, Serbien), 31 aus dem Irak, 25 aus Syrien, der Rest ist „bunt gemischt“.

Die Zugereisten erhielten ein Erstausstattungs-Hygieneset und werden zurzeit ärztlich untersucht bzw. bereits behandelt. DRK und Malteser sorgen in Kooperation mit der JVA, der Katholischen Akademie sowie dem Studienwerk Haus Villigst für Verpflegung, außerdem werden noch vier Pavillons neben der Turnhalle aufgestellt. Jeder Erwachsene erhält 30 Euro in bar pro Woche, für Kinder gibt es 15 Euro wöchentlich.

Runder Tisch

Am Freitag, 14. August, fand ein erster Runder Tisch mit allen caritativen Einrichtungen in Schwerte und den Kirchen statt, um das weitere gemeinsame Vorgehen zu besprechen und weiteren Bedarf festzustellen. Noch werden dringend Kleinkinder-Reisebetten gesucht, die beim Städtischen Bauhof abgegeben werden können.

Damit die Lage in und rund um die Turnhalle ruhig bleibt, ist ein Sicherheitsteam vor Ort, zudem sind verstärkt Streifenwagen der Polizei im Einsatz. Es wird alles getan, um die schwierige Situation im Griff zu behalten. Dennoch fühlt sich Bürgermeister Böckelühr, der am Mittwoch an einer Bürgermeister-Besprechung mit NRW-Innenminister Ralf Jäger teilnahm, von der Politik allein gelassen: „Wie es weitergehen soll, steht in den Sternen.“