Flüchtlingsheim wird saniert

In politisch unsicheren Zeiten steigt die Zahl der Flüchtlinge wieder und die Stadt Schwerte muss Wohnraum vorhalten. Deshalb ist die Sanierung des in den 90er Jahren errichtete Übergangswohnheims an der Hörder Straße geplant. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (NO) Etliche Schwerter Bürger haben sich immer wieder gefragt, was mit dem Flüchtlingsunterkunft an der Hörder Straße 48 geschehen soll. So auch Elvira Schaefer und Axel Ehwald. Denn seit Jahren steht das in den 90ern errichtete Gebäude leer.

Verfall begünstigt

„Man muss kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass zum Beispiel die harten Winter 2009/2010 und 2010/2011 nicht zur Wertsteigerung beigetragen haben und der Verfall begünstigt wurde“, so das aufmerksame Paar, dass zudem beklagt, dass die dringende Renovierung und die im Haushalt eingestellten Mittel nun schon seit Jahren „geschoben“ werden würden.

Stadt muss reagieren

Jetzt kommt Bewegung in die Sache, denn die Stadt Schwerte muss bereit sein, sich in politisch unsicheren Zeiten auf neue Flüchtlinge einzustellen, deren Zahl wieder gestiegen ist und voraussichtlich weiter steigt. Auf diesen Trend müssen insbesondere Sozialdezernent Hans-Georg Winkler und Stadt-Immobilienmanager Marco Tröger reagieren und Wohnraum vorhalten, denn neue Flüchtlinge könnten aus einem zentralen Aufnahmelager innerhalb kurzer Zeit nach Schwerte weitergeleitet werden.

Nun sieht die Verwaltung für die kommenden beiden Jahre 351.000 Euro für die Sanierung des zur Zeit noch unbewohnbaren Objekts an der Hörder Straße 48 vor.

Gelitten durch Benutzer

Die Flüchtlingsunterkunft hat eine Wohnfläche von 364 Quadratmetern, die Belegung der 28 Räume ist auf 68 Personen begrenzt. Dem Vorwurf, die Stadt habe das Gebäude herunterkommen lassen, tritt Winkler mit der Aussage entgegen, es sei durch die Benutzung durch die Bewohner strapaziert worden. Die Wasserleitungen seien jedoch intakt. Dass sich jahrelang keiner um die städtische Immobilie gekümmert hat, ist jedoch nicht von der Hand zu weisen.

Immerhin: Wenn neue Flüchtlinge kommen, ist hoffentlich beizeiten renovierter Wohnraum verfügbar.