Fotos und Dokumente geben Zeugnis von Pater Bedas Leben

In der Pater-Beda-Ausstellung der Heimatstuben Opherdicke (v.l.): Eberhard Vickermann

In der Pater-Beda-Ausstellung der Heimatstuben Opherdicke (v.l.): Eberhard Vickermann, Monika Blennemann und Bernhard Vickermann. (Foto: Norbert Fendler)

Ergste/Opherdicke. (NO) Pater Beda bleibt unvergessen. Der vor zwei Jahren verstorbene Franziskanerpater hat bleibende Spuren hinterlassen, sein Lebenswerk, den Armen in Brasilien zu helfen, wird fortgesetzt. Von Pater Bedas Wirken zeugen Dokumente und Fotos. Diese haben jetzt einen sicheren und auch für die Öffentlichkeit zugänglichen Platz gefunden: in der Heimatstube Opherdicke an der Dorfstraße 29 a über der alten Schmiede.
„Einer fehlt“
Als Berhard Vickermann, 84, kürzlich zu einer Vernissage in die Heimatstube eingeladen wurde – alle sieben Vickermann-Kinder wurden in Opherdicke geboren – vermisste er dort Zeugnisse des wohl bekanntesten Sohnes der Gemeinde: eben jenes vor zwei Jahren verstorbenen Franziskanerpaters Beda.
Zeugnisse eines segensreichen Lebens
Monika Blennemann, erste Vorsitzende des Historischen Vereins in Opherdicke, nahm sich der Angelegenheit an und gab einer Ausstellung Raum. Der Arbeitskreis Pater Beda stellte zahlreiche Zeugnisse aus dem Leben und Wirken des Mannes, der als Linus Vickermann getauft wurde, zur Verfügung. Bernhard Vickermann seinerseits steuerte Dokumente aus Familienbesitz bei, darunter Fotoalben, bei.
Erst 1965 kam die Familie Vickermann von Operherdicke nach Ergste, wo sie ein Bauernhof in der Unterdorfstraße gepachtet hatte. Fotos zeigen die Vickermann-Brüder als kleine Kinder, geben aber auch Auskunft über die großen und legendären Jugendlager auf dem Hof Vickermann, die Pater Beda in den Jahren 1968 bis 1975 organisierte.
Brief an die Eltern
Direkt unter dem Portraitgemälde von Pater Beda ist in der heimatstuber Opherdicke auch der Brief zu sehen, mit dem er seinen Eltern mitteilte, sein Leben Gott zu widmen, in die Fußstapfen des heiligen Franziskus zu treten und sich für die Ärmsten in Brasilien einzusetzen. Ein rührendes Zeugnuis, ein Abschiedsbrief, mit blauer Tinte und rundlicher Schrift auf liniertes Papier geschrieben.
Familienfotos
An die Wand geheftet sind weitere Dokumente: ein junger Pater Beda bei der Weihe, ein älterer Pater Beda von Kindern umringt, Zeugnisse des Engagements des Arbeitskreises in Brasilien, Fotos unter der Überschrift „Pater Beda und seine Familie“. In einer Vitrine ausgestellt sind außerdem das lateinische Messbuch des Franziskanerpaters und uralte Altarschellen, ein Geschenk eines Pfarrers aus Opherdicke.
Weitere Lebenzeugnisse seines Bruders werden in Brasilien gehütet, weiß Bernhard Vickermann. Dort wird ein Pater-Beda-Museum entstehen.
Die Dauerausstellung in der Heimatstube Opherdicke, Dorfstraße 29 a, ist sonntags von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.