Frauen mischen mit: Ein ereignisreiches Jahr im Schwerter Gleichstellungsbüro

Schwerte. „Frauen heute wollen finanziell unabhängig und nicht in jedem Fall Mutter sein, sagt die städtische Gleichstellungsbeauftragte Birgit Wippermann. Dies ist ein Ergebnis einer Studie einer großen Frauenzeitschrift aus dem Frühjahr.

94 Prozent der befragten Frauen ist es demnach wichtiger, eigenes Geld zu haben als Kinder und Familie. Es ergebe sich eine klare Zukunftsaufgabe im Zusammenspiel von Familie und Beruf. In diesem Themenfeld engagiert sich die Gleichstellungsbeauftragte mit dem örtlichen Bündnis für Familie, dabei hat sie auch die Situation der Alleinerziehenden fest im Blick.

Gegen häusliche Gewalt

Ein weiterer wichtiger Baustein ihrer Arbeit waren die Aktionen gegen häusliche Gewalt. Allein bis November wurden in Schwerte bei der Polizei 49 Fälle zur Anzeige gebracht. Nach dem Motto „Täter suchen Opfer und keine Gegner“ hat sie mit der AWO, speziell für geflüchtete Frauen, mit dem Frauenforum, dem Stadtsportbund und der Polizei teilweise mehrtägige der Kurse organisiert. Unermüdlich bewirbt Birgit Wippermann die kostenfreie und mehrsprachige Hotline des bundesweiten Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen (Tel. 08000 / 116016).

Wichtiges Netzwerk

Eine wichtige örtliche Kooperationspartnerin für die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben ist das überparteiliche frauenpolitische Netzwerk, die Arbeitsgemeinschaft Schwerter Frauengruppen. Die Zusammenarbeit mit den engagierten Sprecherinnen Gudrun Körber, Helga Hübner und Jennifer Petroll sei sehr dynamisch und voller Kraft.

Mit Blick auf 2018, in dem sich Einführung des Frauenwahlrechtes in Deutschland zum 100. Mal jährt, weist Birgit Wippermann darauf hin, dass es in Kooperation mit der VHS wieder einen Kurs speziell für Frauen geben wird: „Wie geht politische Beteiligung in Schwerte?“ Infos bei birgit.wippermann@stadt-schwerte.de oder unter Tel. 02304 / 104691.