Schwerte. Der Schwerter Hospizlauf erfährt am Sonntag, 16. September, galaktische Unterstützung. Die 501st German Garrison des deutschen „Star Wars“-Kostümvereins tritt in liebevoll und sorgfältig gestalteten Kostümen der Helden des erfolgreichsten Filmprojekts der Welt auf. Sie stehen für Fotos bereit und sammeln während des Laufs Spenden. Im Schwerter Hospiz am Alten Dortmunder Weg werden Sterbende in ihrer letzten Lebensphase begleitet und auch ihre Angehörigen unterstützt. Das Team um Geschäftsführerin Marion Otremba kann am 13. Januar 2019 auf inzwischen zwanzig Jahre Hospizarbeit in der Ruhrstadt zurückblicken.

Laufen und so viel mehr

Der 15. Hospizlauf startet um 11 Uhr am Postplatz und bietet ein umfangreiches Rahmenprogramm. Pannekauken und Crepes, Getränkestände, Auftritte von Sponsoren und sportliche Angebote wie Ponyreiten gehören genauso dazu wie Beiträge der Interessengemeinschaft Bahnhofstraße. Als zentraler Punkt dient die Bühne am Postplatz.
Koordiniert werden alle diese Aktivitäten von einer Orgagruppe unter Leitung von Jochen Bösel, der auch schon in dem alten Logistikteam bis zum 14. Lauf im Jahr 2016 für die Organisation wesentlich zuständig war. Er appelliert an weitere Freiwillige, sich nun auch bei dem 15. Lauf zu engagieren.

Vom Kind bis zum Profi

An Schulen und Kindertagesstätten wurden Flyer verschickt. Diese Aktion wird von Dr. Dorothee Koch koordiniert, die als Akademiebeauftragte u.a. im Bereich „Hospiz macht Schule“ engagiert ist.

Aber auch alle anderen Lauf­interessierten – bis hin zu den Profis – sind eingeladen, mit jeder zurückgelegten Runde Geld zu spenden oder einzuwerben. Der Hospizlauf sei traditionsgemäß eine wichtige Einnahmequelle für den Träger des Ilse Maria Wuttke-Hauses, betonte der Geschäftsführer der Hospiz-Initiative, Helmut Bernhardt. Neben den finanziellen Ergebnissen ist dem Vereinsvorsitzenden wichtig, den Hospizgedanken fest in der Stadt verankert zu sehen.

Auch deshalb sei er und seine Vorstandskollegen, Pfarrer Hartmut Görler und Jochen Stüwe den vielen heimischen Akteuren vom Oberschicht über die Parteien bis zum Lions-Club für ihre Unterstützung dankbar, betonte Dr. Ludger Wolfgart.

Gastfreundliches Hospizcafé

Die neue Streckenführung bringt es mit sich, dass ein großer Teil der neu gestalteten Bahnhofstraße in der Mitte dieser Runde liegt. Dort wird ein Hospizcafé eingerichtet. Unterstützung kommt von benachbarten Geschäften der Arbeitsgemeinschaft Bahnhofstraße, aber auch von weiteren heimischen Akteuren aus dem palliativen Versorgungsbereich.
Hunderte von Läuferinnen und Läufern rüsten sich, das etwas ungewöhnliche Café in der Bahnhofstraße auf dem 740 m langen Kurs (Postplatz, Senningsweg, Poststraße., Bahnhofstraße, Stadtpark, Eintrachtstraße, Postplatz) zu umrunden und über das Sponsoring ihrer Strecken die Hospizarbeit zu unterstützen.

Das Thema wird die Ruhrstadt weiter beschäftigen: Ein neues palliatives Netzwerk für Schwerte soll geknüpft werden. Die Stadt wird am Samstag, 13. Oktober, im Bürgersaal eine Tagung dazu beherbergen.