Gefahr beim Baden in der Ruhr

Schwerte. (Red.) Sommer, Sonne und jetzt auch noch Ferienzeit – immer mehr Menschen genießen den Aufenthalt in den Ruhrauen und nutzen die Ruhr auch zum Schwimmen. Wie schon der Ruhrverband und die untere Wasserbehörde des Kreises Unna weisen auch die Wasserwerke Westfalen noch einmal daraufhin, dass die Ruhr nicht als Badegewässer ausgewiesen ist. An der Ruhr gibt es zudem mehrere behördlich ausgewiesene Wasserschutzgebiete, die das Betreten der Uferbereiche in Wasserschutzzone 1 untersagen.

„Wir haben Verständnis dafür, dass man sich gerne am Ruhrufer aufhält, aber die Leute zerstören auch die Zäune, die die Wasserschutzzone 1 vor Zutritt schützen sollen und fahren zum Teil mit dem PKW direkt zum Ufer“, beschreibt Christian Weber, zuständig für die Wassergewinnungsanlagen in Schwerte, die alljährlich wiederkehrende Situation.

Wasserschutzzone

Obwohl die Grundstückseigentümer, die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) und die Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW), viele Kilometer Wegenetz in der Ruhraue zwischen Westhofen und Lappenhausen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben, drängt es viele Menschen trotzdem unerlaubterweise in die besonders schutzbedürftigen Bereiche um die Filterbecken in der Wasserschutzzone 1.

„Wir möchten alle Mitbürger noch mal eindringlich darum bitten, den Schutz der Wassergewinnungsanlagen zu respektieren. Hier wird auch Ihr Trinkwasser gewonnen und jede Verunreinigung der Umwelt ist zu vermeiden“, so Weber. „Leider bleiben nach dem Badespaß oftmals beschädigte Betriebsanlagen zurück und in den meisten Fällen auch jede Menge Müll. Wir behalten uns vor, zukünftig ein unbefugtes Betreten der Werksanlagen auch zur Anzeige zu bringen.“

Vorsicht an Stauwehren!

Besonders warnen möchten die Wasserwerke Westfalen in diesem Zusammenhang auch vor dem Baden im Bereich der Wasserkraftanlagen in Hengsen und Villigst. „Die Stauwehre werden automatisch gesteuert“, erläutert Weber. „Fällt zum Beispiel ein Generator aus und der Oberwasserpegel steigt daraufhin, wird das überschüssige Wasser über die Wehrklappe abgelassen.“

Das plötzliche Abschalten einer Wasserkraftanlage ist unvorhersehbar, und die plötzlich erhöhten Wassermengen können eine Gefahr für die dort badenden Personen bedeuten. „Wir haben Schilder dort aufgestellt, um vor diesem Risiko zu warnen, aber leider wird das nicht ausreichend beachtet.“

Weitere Informationen und auch die jeweiligen Übersichtskarten der Wasserschutzgebiete sind unter www.wasserwerke-westfalen.de einsehbar.