Gegen den Verkauf des Geisecker Sportplatzes

Geisecke. Die Sportfreunde Sölderholz ziehen um. Wie bereits in der vergangenen Ausgabe berichtet, erhält der Verein nach Beschluss des Dortmunder Rates für seinen derzeitigen Ascheplatz im Zentrum von Sölderholz an der Lichtendorfer Straße 143 eine neue, mit Kunstrasen ausgestattete Sportstätte. Den Neubau macht ein Investor möglich, der im Zentrum von Sölderholz ein neues Einkaufszentrum errichten will.

Seit vielen Jahren und mit Nachdruck strebt auch der Geisecker Sportverein nach einer modernen und mit Kunstrasen ausgestatteten Sportstätte. Hierzu soll die jetzige Fläche am Buschkampsweg 41 verkauft werden und mit dem Erlös ein neuer Sportplatz mit der notwendigen Infrastruktur erbaut werden. Der Rat der Stadt Schwerte hat dazu seine Zustimmung gegeben, allerdings aufgrund der finanziellen Situation mit der Vorgabe, dass der Verkauf sowie der Neubau im Ergebnis kostenneutral verlaufen.

Eine Option

Die CDU Schwerte sieht daher in dem Vorhaben der Stadt Dortmund auch eine neue mögliche Option für die Stadt Schwerte und den Geisecker Sportverein, dem gemeinsamen Ziel näherzukommen. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit ist der Betrieb einer gemeinsamen Sportstätte – gesichert durch eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung – möglich und für die CDU Schwerte denkbar.

Die CDU würde es begrüßen, wenn die Verwaltung gemeinsam mit den Verantwortlichen des Geisecker Sportvereins und mit der Dortmunder Seite die Gespräche aufnehmen würde.

„Kein Vereinsleben mehr“

Marlies Mette von der SPD Geisecke hat sich jetzt entschieden gegen die Vorschläge der CDU ausgesprochen. In einer Stellungnahme heißt es: „Jetzt können noch viele Geisecker Kinder fußläufig den Sportplatz erreichen, später musste dann wahrscheinlich immer ein Elternteil die Kinder zum Training oder zum Spiel fahren. Bezahlt die CDU diese Fahrtkosten aus ihrer Portokasse? Was soll denn aus unserem Sportlerheim werden? Und vor allem, was soll überhaupt aus dem Sportgelände werden? Verkaufen, dann haben wir hier in Geisecke keinen eigenen Sportverein mehr, kein Vereinsleben, keine gesellschaftliche Kommunikation. Man scheint immer zu vergessen, dass hier über 200 Kinder trainiert werden (insgesamt hat der Verein über 350 Mitglieder).

Das wird eng

Zuletzt sei noch die Frage erlaubt: wo sollen denn in Sölderholz 18 Mannschaften und die vom Geisecker SV sowie Holzpfosten insgesamt trainieren und auf einem neuen Sportplatz zeitlich untergebracht werden? Unser Sportplatz, der eben mehr als nur ein Sportplatz ist, nämlich eine Kommunikationsstätte für die Geisecker Bürger, muss auch hier in Geisecke bleiben!“