Gegen Massentierhaltung!

Schwerte. (NO) Rund 30 Bürgerinnen und Bürger fanden sich jetzt im Beginenhof in Ergste zur Gründung einer Schwerter Bürgerinitiative gegen Massentierhaltung ein. Der Öffentlichkeit war bislang kaum bekannt, dass es am Bürenbruch solch einen Betrieb bereits gibt und eine Erweiterung geplant ist. Der wochenkurier hat bereits mehrfach über dieses Thema berichtet. „Viele Bürger sind besorgt und beziehen nun Position gegen eine fabrikmäßige Massenhaltung von Schweinen hier in Schwerte“, sagt Eckhard Schmidt, Initiator der neuen Bürgerinitiative. „Die Auswirkungen auf die Umwelt und die elenden Bedingungen für die Tiere veranlassen uns, diese Bewegung ins Leben zu rufen.“

Die Bürgerinitiative gegen Massentierhaltung besteht aus Bürgern verschiedenen Alters und Herkunft, sie ist parteiunabhängig und erhebt ihre Stimme, damit eine solche Planung nicht an der Öffentlichkeit vorbei betrieben und eine Massentierhaltung in regelrechten „Tierfabriken“ auch vor Ort vermieden wird.

„Wir wollen Antworten!“

Eckhard Schmidt: „Wir fordern Politik und Verwaltung auf, zu den in Schwerte bestehenden Betrieben sowie der geplanten Erweiterung Antworten zu geben. Dabei beschäftigen uns vor allem Fragestellungen zum Tier- und Umweltschutz wie die Menge verabreichter Antibiotika und in die Luft abgeleiteter Schadstoffe. Außerdem interessieren uns die Umweltauswirkungen auf den Elsebach und das Naturschutzgebiet durch ausgebrachte Gülle.“

Darüber hinaus möchten die Mitglieder der Bürgerinitiative wissen, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten werden und ob sie, wie vermutet, nur bei künstlichem Licht in engen Räumen gehalten werden. Wird ohne Betäubung kastriert? Werden die Schwänze auch ohne Betäubung gekürzt? Werden die Sauen zwangsweise geschwängert und in engen Kästen ohne jede Bewegungsmöglichkeiten eingezwängt?

„Bedingungen offen legen!“

Eckhard Schmidt: „Wir fordern die Verwaltung auf, alle Bedingungen offenzulegen, unter denen der bestehende Betrieb einer Tierfabrik stattfindet. Gleichzeitig fordern wir die Politiker in Stadt und Kreis auf, in den entsprechenden Gremien darauf hinzuwirken, dass die Erweiterung abgelehnt wird und die bestehenden Anlagen überprüft werden.“

Kontakt

Die Schwerter Bürgerinitiative gegen Massentierhaltung, die quasi aus dem Stand rund 30 Personen mobilisiert hat, würde sich über weitere Mitstreiter freuen. Interessierte wenden sich an den Initiator Eckhard Schmidt, Mail: EckhardHSchmidt@web.de, Mobil: 0172 / 7873219.