Gute Tat mit Rad – Oli ist zurück von seiner dritten großen Tour

Der Benefiz-Radfahrer Oliver Trelenberg hat seine rund 50-tägige Radtour 2018 hinter sich gebracht und dabei fleißig Spenden für das Projekt „Wünschewagen“ gesammelt. Dieses Foto entstand auf dem Rhein-Radweg bei Bingen
Der Benefiz-Radfahrer Oliver Trelenberg hat seine rund 50-tägige Radtour 2018 hinter sich gebracht und dabei fleißig Spenden für das Projekt „Wünschewagen“ gesammelt. Dieses Foto entstand auf dem Rhein-Radweg bei Bingen. (Foto: privat)

Schwerte. (NO) Rad und gute Tat: Für Oli Trelenberg sind das zwei Seiten einer Medaille. Vor einer Woche ist der gebürtige Schwerter von seiner dritten, großen Benefiz-Radtour durch die Republik in die heimische Region zurückgekehrt. Viele hilfsbereite Leute hat er getroffen, ist durch reizvolle Gegenden gefahren und hat dabei wieder etliche Euro „locker gemacht“ für den „Wünschewagen“.

Dieses Projekt des ASB Deutschland (Arbeiter Samariter-Bund) begleitet und betreut schwerstkranke Menschen jeden Alters bei der Erfüllung ihres letzten Wunsches. Das kann ein Konzertbesuch sein, ein gemeinsamer, vielleicht letzter Familienausflug oder auch die Fahrt an einen unvergessenen Ort.

2420 Kilometer hat Oli Trelenberg diesmal auf seiner Tour unter der Schirmherrschaft des Hagener Oberbürgermeisters Erik O. Schulze vom 16. Mai bis zum 1. Juli hinter sich gebracht. Radsportler mögen darüber lächeln. Oli stellt klar: „Ich fahre ja nicht leistungsorientiert, sondern für den guten Zweck. Da muss ich keine Kilometer abreißen.“

Könnte er auch nicht. Denn dem 52-Jährigen, der, wie bereits mehrfach berichtet, eine katastrophale Kindheit überlebte und dann auch noch an Kehlkopfkrebs erkrankte, steht nicht der Sinn nach sportlichen Höchstleistungen. Er will helfen – und hilft sich dabei auch selbst. Das Fahrrad hält ihn in Bewegung, die Benefiz-Touren verschaffen ihm Glücksmomente. Auch Begegnungen der besonderen Art –wie beispielsweise mit dem Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier, der seinen Einsatz besonders würdigte.

Bei Ahrenshoop am Ostseeküsten-Radweg. (Foto: privat)
Bei Ahrenshoop am Ostseeküsten-Radweg. (Foto: privat)

Etliche Bürgermeister kennt er mittlerweile gut. Sie unterstützen ihn auch – wie der Hagener Erik O. Schulz – bei der Suche nach Unterkünften auf seinen Reisen. In 22 Städten wurde der Benefizfahrer diesmal von Stadtoberhäuptern begrüßt. Meist gab es ein herzliches Wiedersehen – und immer Spenden für den „Wünschewagen“.

Im letzten Jahr sind rund 1800 Euro dafür zusammengekommen, nicht gerade ein Vermögen, doch immerhin. Die Summe, die jetzt unter dem Strich herausgekommen ist, hat Oliver Trelenberg noch nicht parat. So 2000 Euro könnten es schon sein.

Seine dritte Tour startete Oliver Trelenberg am 16. Mai beim renommierten Fahrradteileanbieter „Shimano“ in Stuttgart, der ihn schon seit Jahren mit Sachspenden unterstützt. Dort wurde er von der Belegschaft und dem stellvertretenden Stuttgarter Bürgermeister verabschiedet. Weiter dann über den Neckartal-Radweg bis Mannheim, über den Rheinradweg bis Duisburg, an der Ruhr über Essen nach Hagen und dann auf dem Dortmund-Ems-Kanal-Radweg von Dortmund nach Emden, auf dem Nordseeküstenradweg bis Glückstadt, an der Elbe entlang und über die „Salzroute“ nach Travemünde, auf dem Ostseeküstenradweg bis Anklam und dann nach Berlin. Ende der Tour 2018 und Rückfahrt mit dem Zug.

„Ich möchte mit meinen Fahren auch Menschen Mut machen, die ein schweres Schicksal zu bewältigen haben“, sagt Oli Trelenberg. Und der „Wünschewagen“ sagt „Danke“.