„Hallöchen aus Ergste“ „Heimatfilm“ im Gemeindekino

Elias Passavanti und Gunther Gerke haben eine filmische Liebeserklärung an ihren Stadtteil produziert. Die erste Vorführung von „Hallöchen aus Ergste“ ist bereits ausverkauft

Elias Passavanti und Gunther Gerke haben eine filmische Liebeserklärung an ihren Stadtteil produziert. Die erste Vorführung von „Hallöchen aus Ergste“ ist bereits ausverkauft, für zwei weitere sind noch Karten erhältlich. (Foto: Gervanti Filmproduktion)

Ergste. (Red.) Gute Freunde sind die beiden Ergster schon einige Jahre. Wie Filme entstehen, wissen sie auch. Kinomacher Elias Passavanti (23) schaute als Gast etlicher Fernsehaufzeichnungen den Produktionsteams und vor allem den Kameramännern gern über die Schulter und erfuhr in einer Episode der WDR-Sendung „Der geschenkte Tag“ hautnah, was es heißt, im Mittelpunkt einer Fernsehsendung zu stehen. Der Unterhaltungskünstler Gunther Gerke (52) sammelte während der Produktionsphase zu seiner Rubrik „Unser Lied für…“ in der Lokalzeit Dortmund erste professionelle Erfahrungen als Reporter vor der Fernsehkamera.
Interessantes aus dem Ortsteil
Nach der umjubelten Premiere ihres zweiten, gemeinsam produzierten Werbespots im „Kino in Ergste“ im Gemeindezentrum von St. Monika sagten sich beide: „Was die vom Fernsehen können, können wir auch“. So wurde beschlossen, einen Dokumentarfilm über Ergste zu drehen. Nach ersten Planungen wurde schnell klar, dass es im Ortsteil viele interessante Dinge und Menschen gibt, die es verdienen, ausführlich portraitiert zu werden. So wurde aus dem als Vorprogramm geplanten Projekt bald schon ein abendfüllender Streifen mit dem Titel „Hallöchen aus Ergste“. Inzwischen spricht man schon von einer Trilogie, denn den beiden Selfmade-Produzenten Gerke und Passavanti gehen die Ideen nicht aus.
Professionelles Filmwerk
Aus ihren beiden Nachnamen kreierten sie die „Gervanti-Filmproduktion“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, praktisch ohne Budget ein professionelles Filmwerk zu schaffen. Gerke ist dabei für die Recherche und die Interviews zuständig, Passavanti übernimmt den technischen Teil wie Ton, Kamera und das ständige Aktualisieren der Internetseite. Denn einen Facebookauftritt, bei dem man sich über „Hallöchen aus Ergste“ informieren kann, gibt es natürlich auch. Den Schnitt der Beiträge erledigen beide in unzähligen Stunden im hauseigenen Studio.
Alle Mitwirkenden zeigten sich äußerst kooperativ und waren sofort für das Filmprojekt zu haben, so auch Tankstellenbetreiberin Waltraud Dembon, die Schauspieler der Volksbühne, Vikar Björn Fischer, Messerwerferin Isra Indra, das Team vom Elsebad oder die ehemalige Wirtin Ute Schneider, um nur einige zu nennen.
Werwolf von Ergste
Freuen kann man sich nun auf das Ergebnis, das am Freitag, 3. November, erstmals im bereits jetzt schon ausverkauftem Gemeindezentrum St. Monika aufgeführt wird. Ein ganz besonderes Schmankerl ist dabei sicherlich die Verfilmung der Legende vom „Werwolf von Ergste“. Den Vergleich mit den alten Werwolf-Klassikern brauchen die Mitglieder des historischen Spiels Argeste sowie das Ensemble der Schwerter Operettenbühne wohl nicht scheuen. Gemeinsam haben sie die alte Buchvorlage spielfilmartig umgesetzt. Gunther Gerke selbst ließ sich eigens hierfür von seinem Ergster Zahnarzt Dr. Uwe Dreiwes Wolfszähne anpassen und schlüpfte in die Rolle des Isegrimms, der in Ergste auch heute noch als Wappentier präsent ist.
Vorverkauf
Wegen des großen Interesses finden noch zwei weitere Vorstellungen von „Hallöchen aus Ergste“ statt, und zwar am Sonntag, 5. November, 17.30 Uhr und am Freitag, 1. Dezember, 20 Uhr.
Die begehrten Karten sind bei Edeka Patzer in Ergste und bei Bücher Bachmann in Schwerte erhältlich.