Handball: Mit Leidenschaft zum Titel

So sieht grenzenlose Freude aus: Die HSG-Mädchen samt jubelndem Bürgermeister und Trainer Mischa Quass, der schon eine Sektdusche hinter sich hat. Apropos Sekt: Den gibt’s für C-Mädchen natürlich alkoholfrei. (Foto: HSG Schwerte/Westhofen)

Schwerte. Es ist der größte Erfolg für die Handballspielgemeischaft seit 15 Jahren. Die weibliche C-Jugend der HSG Schwerte/Westhofen wurde am Wochenende Westdeutscher Meister.

Die Jugendabteilung der HSG Schwerte/Westhofen kann sich über einen großen Titel freuen. In einem hochspannenden und guten Rückspiel um die Westdeutsche Meisterschaft der weiblichen C-Jugend hat die HSG Schwerte/Westhofen die HSG Rheydt/Geistenbeck zu Hause in der FBG-Sporthalle mit 26:25 besiegt – das reichte für den Titel, Westdeutsche Meisterschaft.

Zur Pause lag die Mädels aus Schwerte noch mit 13:17 hinten – vier Tore plus den Rückstand von einem Tor aus dem Hinspiel galt es aufzuholen. Doch wie die Schwerter Handball-Mädchen diese Lage meisterten, war wirklich meisterhaft.
„Wir haben viele Fehler bei Dingen gemacht, die wir vorher richtig gemacht haben. Unsere Gäste haben uns gut beobachtet und unser Angriffsspiel immer wieder unterbrochen“, sagte ein überwältigter Trainer Mischa Quass.

Eine ganz starke Sally Unger (insgesamt neun Tore), Kathi Petri und Pauli Göge brachten die Schwerterinnen immerhin wieder auf 13:15 ran, dann legte Rheydt/Geistenbeck nochmal zu und kam zum 17:13-Pausenführung.
In Hälfte zwei starteten die HSG-Mädels dann ihre grandiose Aufholjagd – mit Leidenschaft und neuen Ideen.

Zehn Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit fiel bereits der umjubelte 20:20-Ausgleichstreffer. Vicky Wolff erzielte danach sogar wieder eine Führung (21:20) für die Schwerterinnen und half zusammen mit Sally Unger und Pauline Göge kräftig mit, eine Drei-Tore-Führung herauszuspielen (24:21).
Unter den Augen von Bürgermeister Heinrich Böckelühr und seiner Familie stand die Schwerter Defensive jetzt wie ein Bollwerk. Nur acht Tore ließ Torhüterin Erva Aydin in der zweiten Halbzeit zu.

Doch es blieb auch in der Schlussphase spannend: Vicky Wolff erzielte 65 Sekunden vor dem Abpfiff das vorentscheidende 26:24 – die Halle stand Kopf. Zwar kamen die Gäste vom Niederrhein noch zum 26:25, die HSG Schwerte/Westhofen hatte dann aber den Ball – und gab ihn nicht mehr her.

Team und Tore für Schwerte/Westhofen

Erva Aydin, Sophie Stainert – Lea Bachmann (1), Devina Dahms (4), Pauline Göge (1), Lisa Kneller (4), Kathi Petri (1), Leonie Schmitz, Marina Tsamatos (1), Sally Unger (9/4), Jana Ullrich (2/1), Vicky Wolff (3), Sophie Moss.