Hennen: Seniorenkreis steht vor Wechsel

Hennen. (NO) Mal wieder gut besucht ist das Treffen des Seniorenkreises Hennen. Rund 30 Besucher haben sich erwartungsvoll im Evangelischen Gemeindehaus eingefunden. Diesmal steht eine Veranstaltung zum Thema Gedächtnistraining auf dem Programm. Vorher wird bei einem Tässchen Kaffee noch ein wenig getuschelt und gescherzt. Man kennt sich.

Albert Ferber war zehn Jahre Leiter des Seniorenkreises. (Foto: wochenkurier)

„Unsere Gruppe ist eine Institution, auf die man vor Ort nicht verzichten möchte“, freut sich Albert Ferber, seit zehn Jahren Leiter des Seniorenkreises und bekannter Heimatfreund und -forscher. Doch die Ära Ferber neigt sich dem Ende zu. Zeit also für einen Rückblick, zumal die VHS Hennen im Herbst ihr 40-jähriges Bestehen feiert.

Bildung vor Ort

Am 16. Oktober 1972 schlug die Geburtsstunde der Volkshochschule vor Ort. Oberamtmann Heinz Brinckmann und der Leiter der VHS Iserlohn, Horst Piltz, konnten die ersten Kursteilnehmer/innen begrüßen. Angeboten wurden Deutsch, Englisch, Französisch, Neue Mathematik (Mengenlehre), Ikebana und Kosmetik. Weitere Kurse kamen später hinzu. Durch die kommunale Neuordnung kam mit Beginn des Jahres 1975 die Gemeinde Hennen zu Iserlohn, somit auch die Hennener VHS. Die Hauptschule benötigte bald selbst ihre Räume. So erfolgte ein Wechsel der VHS in den ehemaligen Gemeinderatssaal an der Scherlingstraße 9.

Seniorenkreis entsteht

Nachdem in den ersten zehn Jahren das Angebot der Bildungseinrichtung gut in Anspruch genommen worden war, nahm die Beteiligung an den Kursen allmählich ab. Spezielle Gebiete wurden ja auch von Iserlohn angeboten. Der Lehrer Günther Schweitzer hielt die treuen Stammhörerinnen und -hörer in einem Arbeitskreis zusammen, der dann zum Seniorenkreis wurde. Er organisierte Einzelveranstaltungen sowie kleine Exkursionen in die Hennener Umgebung.

Voigt und Köster

Im März 1990 übernahm dann die Lehrerin Annemarie Voigt die Leitung des Seniorenkreises. Beruflich war sie auswärts tätig. Die Doppelbelastung wurde ihr bald zuviel und nach drei Jahren suchte sie einen Nachfolger. Alfons Köster, der pensionierte Rektor der Grundschule Hennen, erklärte sich bereit, die Leitung zu übernehmen. Ab Januar 1993 war er mit großem Eifer dabei und die Zahl der Interessierten nahm stetig zu. Neben dem abwechslungsreichen VHS-Angebot organisierte er jährlich eine Bildungsfahrt.

Ferber kommt

Alfons Köster hatte zehn Jahre lang die Leitung innegehabt. Zuletzt war er schon einige Male krankheitsbedingt ausgefallen und hegte den Wunsch, abgelöst zu werden. Er bat seinen langjährigen „Mitstreiter“ und Vertreter Albert Ferber, sein Amt zu übernehmen. Ferber willigte nach einiger Bedenkzeit ein. So wurde er im Januar 2003 von Horst Piltz in sein Amt eingeführt. Er versprach, soweit möglich, die Tätigkeit im Sinne des Vorgängers weiter zu führen. Vor allem gehört hierzu eine familiäre Betreuung, die sich bei Geburtstagen, Jubiläen, Sterbefällen aktiv zeigt.

Immer montags

Die Veranstaltungen zu verschiedenen Themen finden immer am ersten Montag des Monats um 15 Uhr statt, außer in den Ferien. Dann sind schon mal Verschiebungen auf den nächsten Montag möglich. Schon ab 14.30 Uhr finden sich die Teilnehmer ein, um beim Kaffee zu plaudern, selbst finanziert aus der „Freud- und Leid-Kasse“. Die VHS-Teilnehmergebühr beläuft sich auf bescheidene 3 Euro.

Erfolgreiche Zeit

Der VHS-Seniorenkreis Hennen kann auch unter der Regie von Albert Ferber auf eine sehr erfolgreiche Zeit zurückschauen. Das belegen die Frühjahrs- und Herbst-Bildungsangebote, die seit einigen Jahren mit dem Dipl.- Pädagogen Bodo Mebes erarbeitet werden. Die Themenpalette ist vielfältig und richtet sich möglichst nach den Wünschen der Stammteilnehmer/innen.

Wer folgt nach?

Albert Ferber macht die Arbeit für und mit den VHS-Senioren viel Freude. Er kann sich auch auf ein kleines Team treuer, ehrenamtlicher Helferinnen verlassen, die bei den monatlichen Zusammenkünften für das leibliche Wohl sorgen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die ihn stets bei seiner Aufgabe unterstützen. Doch zum Jahresende 2012 ist nach zehnjähriger Leitung auch für den dann 76-jährigen eine Grenze erreicht. Gern würde er das Amt in jüngere Hände legen. Er wünscht sich und dem Seniorenkreis eine Person, die sich gern für die Menschen einsetzt. Und so viel Freude an der Tätigkeit hat wie er selbst.