Herbstferien im Mittelalter

In die Zeit der Hanse um 1399 entführt das „Historische Spiel“ die Akteure im Elsebad. (Foto: Veranstalter)

Ergste. Eine spannende Woche in der Zeit als Handwerker, Ratsmitglied oder Hansekaufmann/frau im mittelalterlichen Schwerte erwartet Kinder und Jugendliche ab acht Jahren in der ersten Herbstferienwoche im Spieldorf Argeste im Elsebad Ergste. 20 Gastkinder aus der polnischen Partnerstadt Nowy Sacz werden als Danziger Kaufleute ebenfalls dabei sein.

Das Spiel wird veranstaltet vom Ruhrtalmuseum in Kooperation mit dem Jugendamt und dem Förderverein Bürgerbad Elsetal und findet von Montag, 11. Oktober, bis Freitag, 15. Oktober, jeweils von 10 bis 16 Uhr, und am Samstag, 16. Oktober, von 10 bis circa 13 Uhr statt. Infos und Anmeldung im Ruhrtalmuseum, Telefon 219950, oder unter www.ruhrtalmuseum.de.

1399: Ein schweres Schicksal hat die wohlhabende Bürgerfamilie Haderlump getroffen. Alles Geld der Familie und sein eigenes Leben hat Engelbert Haderlump beim Versuch verloren, mit Danziger Händlern ins Geschäft zu kommen. Sein Schiff ist in den Fluten der Ostsee versunken.

Davon ungetrübt herrscht in der Stadt Svierte geschäftiges Treiben, denn die Kaufleute Molderpass haben dem Rat angezeigt, dass Geschäftspartner aus Danzig demnächst eintreffen werden. Offensichtlich wollen sie sich in Svierte niederlassen und ein Kontor eröffnen. Auf Nachfrage des Gabriel Schlegldrop, seines Zeichens Zunftmeister der Schmiede, deuten sie an, dass die Gäste hauptsächlich an der Ausweitung ihres Eisenhandels interessiert sind. Das scheint für die ortsansässige Schmiede ein lukratives Geschäft zu werden.

Aus einer anderen Ecke wird gemunkelt, dass die Familie Haderlump bankrott ist und Kaufleute aus Danzig auf die Begleichung ihrer Schulden warten. Auch Bürgermeister Fyvolhen und der Rat der Stadt beschäftigen sich seit längerem mit den Haderlumpschen, deren Haus immer mehr verlottert und die offensichtlich nicht mehr in der Lage sind, ihren Pflichten als Bürger der Stadt Svierte nachzukommen.

Aber der Stadt geht es gut. In der letzten Ratssitzung hat man sogar beschlossen, die Kirche in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Nur manche Einwohner der Stadt beschleicht ein ungutes Gefühl ob der offensichtlichen Veränderungen, die sich ankündigen. Ob diese Zukunft Gutes verheißt?