Hunde-Schwarzmarkt boomt auch in Schwerte

Der Staffordshire Bullterrier: Für die einen ist er ein vielseitiger Familienhund

Der Staffordshire Bullterrier: Für die einen ist er ein vielseitiger Familienhund, für andere gehört er auf die Liste der gefährlichen Kampfhunde. (Foto: privat)

Schwerte. Rassehund für wenige Geld. Wer beim Hundekauf ein vermeintliches Schnäppchen macht, wird häufig wenig Freude mit dem Tier haben. Doch das illegale Geschäft mit Welpen, auch von gefährlichen Rassen, floriert auch in Schwerte. Vor allem illegale Einfuhren aus Osteuropa macht der Tierschutzverein Schwerte und Umgebung e.V. dafür verantwortlich.

Dort wird Hundezucht auf übelste Art und Weise betrieben. Die Welpen werden dann zu Dumpingpreisen aus dem Kofferraum heraus verkauft. Teilweise auch zum gewinnorientieren Weiterverkauf. Geiz ist geil, auch bei Hunden.
Wer im Internet nach den angeblich unproblematischen Neuzüchtungen American Bully oder Bulldoggen-Mix sucht, findet Angebote zwischen 200 und 1500 Euro für Jungtiere im gleichen Alter. Aber auch der Markt mit Pitbulls und Staffordshire Bullterriern blüht. Berichte gibt es von Hundetransporten, die der Polizei bei Kontrollen aufgefallen sind. Von den 100 jungen Tieren sind wenig später 50 jämmerlich verendet.
Vorsicht beim Kauf
Die Bevölkerung wird gebeten, auch zum eigenen Schutz bei der Auswahl und dem Kauf eines Hundes darauf zu achten, dass es sich nicht um Abkömmlinge der als gefährlich eingestuften Rassen oder Mischlinge mit Anteilen dieser Rassen handelt. Wer solche Tiere aus dem Ausland nach Deutschland bringt, mit ihnen handelt oder sie gar züchtet, begeht eine Straftat. Auch wenn das Angebot aus Deutschland stammt, können diese Hunde nicht in NRW angemeldet werden.
Bußgeld droht
„Es geht uns nicht um Sinn oder Unsinn des Landeshundegesetzes NRW. Fakt ist aber, dass dieses Gesetz in NRW gültig ist. Als gefährlich eingestufte Hunderassen können nur dann legal angemeldet und gehalten werden, wenn der Hund von einem Tierheim oder einen Tierschutzverein übernommen worden ist“, so Dr. Stefan Wolf, 1. Vorsitzender des Tierschutzvereines.
Wer einen gefährlichen Hund ohne offizielle Genehmigung besitzt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Zudem wird ihm das Tier abgenommen und in ein Tierheim gebracht. Zahlen muss dafür ebenfalls der Halter.